• 08.09.2021
      23:05 Uhr
      Nationalstraße Spielfilm Deutschland/Tschechische Republik 2019 | arte
       

      Vor über 30 Jahren soll Vandam auf der Nationalstraße in Prag die Samtene Revolution losgetreten haben, und in seinem Viertel ist er weiterhin so etwas wie ein Held. Wer das nicht akzeptiert, bekommt seine Faust zu spüren. Doch nun greift die Gentrifizierung auch nach seinem Kiez: Luckas Kneipe, in der er und seine Freunde allabendlich bechern, ist von der Schließung bedroht. Da sieht Vandam rot und verteidigt sein letztes Stück Heimat mit dem Mut der Verzweiflung. Zumal er Lucka insgeheim liebt. Doch am Ende kann er die Veränderung nicht aufhalten.

      Mittwoch, 08.09.21
      23:05 - 00:30 Uhr (85 Min.)
      85 Min.

      Vor über 30 Jahren soll Vandam auf der Nationalstraße in Prag die Samtene Revolution losgetreten haben, und in seinem Viertel ist er weiterhin so etwas wie ein Held. Wer das nicht akzeptiert, bekommt seine Faust zu spüren. Doch nun greift die Gentrifizierung auch nach seinem Kiez: Luckas Kneipe, in der er und seine Freunde allabendlich bechern, ist von der Schließung bedroht. Da sieht Vandam rot und verteidigt sein letztes Stück Heimat mit dem Mut der Verzweiflung. Zumal er Lucka insgeheim liebt. Doch am Ende kann er die Veränderung nicht aufhalten.

       

      Vandam wohnt in der Prager Vorstadt, arbeitet als Gelegenheitsarbeiter auf dem Bau und prügelt sich gern. Er nennt sich nach seinem Vorbild Jean-Claude Van Damme, wie dieser schafft er spielend jede Menge Liegestütze am Stück. Hier oben auf dem Hügel, wo die Zivilisation dem Wald eine Plattenbausiedlung abgetrotzt hat, sind Männer noch echte Kerle - zumindest in ihrer Vorstellung. Nachts zechen sie in Luckas Kneipe und baden in Selbstmitleid. In dieser Runde ist Vandam ein Held, hat er doch damals 1989 die Samtene Revolution losgetreten, so zumindest geht die Legende. Doch in der neuen Zeit sind er und seine Kumpane Verlorene, die sich mit der veränderten Zeit nicht arrangieren können, ins rechte Lager abdriften und einen Hass auf Ausländer und feine Pinkel haben. Und nun soll ihnen mit ihrem Stammlokal noch das letzte Stück Heimat genommen werden. Ein Immobilienhai plant, das heruntergekommene Viertel aufzuhübschen - zu gentrifizieren. Gemeinsam mit seinem Kumpel Psycho versucht Vandam das Geld aufzutreiben, damit Lucka, die er heimlich liebt, ihre Schulden begleichen kann. Dabei sind sie in der Wahl ihrer Mittel nicht zimperlich. Vandam ist ein zwiespältiger Held, der schnell gewalttätig wird und damit die Kontrolle in seinem Kiez behält, aber auch hilflos erscheint, sobald er seine vertraute Umgebung verlässt. Die Regeln, mit denen er aufgewachsen ist, gelten heute nicht mehr. Die Welt ist viel komplexer geworden und auch die Wertvorstellungen haben sich gewandelt.

      Hynek Cermak: Vandam
      Katerina Janeckova: Lucka
      Jan Cina: Psycho
      Vacla Neuzil: Milner
      Jiri Langmajer: Roman

      Regie: Stepan Altrichter
      Drehbuch: Jaroslav Rudis
      Drehbuch: Stepan Altrichter
      Autor: Jaroslav Rudis
      Produktion: Negativ
      Produktion: 42film
      Produktion: Ceska Televize
      Produktion: ZDF/Das kleine Fernsehspiel
      Produktion: ARTE
      Produzent/-in: Pavel Strnad
      Produzent/-in: Petr Oukropec
      Produzent/-in: Eike Goreczka
      Produzent/-in: Christoph Kukula
      Kamera: Cristian Pirjol
      Schnitt: Jan Danhel
      Musik: Reentko Dirks
      Musik: Clemens Christian Poetzsch

      Stepan Altrichters zweiter Spielfilm "Nationalstraße", nach dem gleichnamigen Roman von Jaroslav Rudis, feierte beim 29. FilmFestival Cottbus 2019 seine Premiere und lief auch beim Filmfestival Max Ophüls Preis 2020. Für den Film haben Regisseur Altrichter und Autor Rudis gemeinsam am Drehbuch gearbeitet. Das Ergebnis ist eine etwas "harmlosere" Hauptfigur, die dennoch vielschichtig und ambivalent aufgebaut ist und Opfer des Wertewandels und der Gentrifizierung wird. Regisseur Altrichter zeigt somit die Spaltung der heutigen Gesellschaft auf. Der Film war in Tschechien ein Kinoerfolg.

      Vandam wohnt in der Prager Vorstadt, arbeitet als Gelegenheitsarbeiter auf dem Bau und prügelt sich gern. Er nennt sich nach seinem Vorbild Jean-Claude Van Damme, wie dieser schafft er spielend jede Menge Liegestütze am Stück. Hier oben auf dem Hügel, wo die Zivilisation dem Wald eine Plattenbausiedlung abgetrotzt hat, sind Männer noch echte Kerle - zumindest in ihrer Vorstellung. Nachts zechen sie in Luckas Kneipe und baden in Selbstmitleid. In dieser Runde ist Vandam ein Held, hat er doch damals 1989 die Samtene Revolution losgetreten, so zumindest geht die Legende. Doch in der neuen Zeit sind er und seine Kumpane Verlorene, die sich mit der veränderten Zeit nicht arrangieren können, ins rechte Lager abdriften und einen Hass auf Ausländer und feine Pinkel haben. Und nun soll ihnen mit ihrem Stammlokal noch das letzte Stück Heimat genommen werden. Ein Immobilienhai plant, das heruntergekommene Viertel aufzuhübschen - zu gentrifizieren. Gemeinsam mit seinem Kumpel Psycho versucht Vandam das Geld aufzutreiben, damit Lucka, die er heimlich liebt, ihre Schulden begleichen kann. Dabei sind sie in der Wahl ihrer Mittel nicht zimperlich. Vandam ist ein zwiespältiger Held, der schnell gewalttätig wird und damit die Kontrolle in seinem Kiez behält, aber auch hilflos erscheint, sobald er seine vertraute Umgebung verlässt. Die Regeln, mit denen er aufgewachsen ist, gelten heute nicht mehr. Die Welt ist viel komplexer geworden und auch die Wertvorstellungen haben sich gewandelt.

      Hynek Cermak: Vandam
      Katerina Janeckova: Lucka
      Jan Cina: Psycho
      Vacla Neuzil: Milner
      Jiri Langmajer: Roman

      Regie: Stepan Altrichter
      Drehbuch: Jaroslav Rudis
      Drehbuch: Stepan Altrichter
      Autor: Jaroslav Rudis
      Produktion: Negativ
      Produktion: 42film
      Produktion: Ceska Televize
      Produktion: ZDF/Das kleine Fernsehspiel
      Produktion: ARTE
      Produzent/-in: Pavel Strnad
      Produzent/-in: Petr Oukropec
      Produzent/-in: Eike Goreczka
      Produzent/-in: Christoph Kukula
      Kamera: Cristian Pirjol
      Schnitt: Jan Danhel
      Musik: Reentko Dirks
      Musik: Clemens Christian Poetzsch

      Stepan Altrichters zweiter Spielfilm "Nationalstraße", nach dem gleichnamigen Roman von Jaroslav Rudis, feierte beim 29. FilmFestival Cottbus 2019 seine Premiere und lief auch beim Filmfestival Max Ophüls Preis 2020. Für den Film haben Regisseur Altrichter und Autor Rudis gemeinsam am Drehbuch gearbeitet. Das Ergebnis ist eine etwas "harmlosere" Hauptfigur, die dennoch vielschichtig und ambivalent aufgebaut ist und Opfer des Wertewandels und der Gentrifizierung wird. Regisseur Altrichter zeigt somit die Spaltung der heutigen Gesellschaft auf. Der Film war in Tschechien ein Kinoerfolg.

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      Mittwoch, 08.09.21
      23:05 - 00:30 Uhr (85 Min.)
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