• 23.03.2020
      20:15 Uhr
      Nachts, wenn der Teufel kam Spielfilm Deutschland 1957 | arte
       

      Kriminalkommissar Kersten kommt einem jahrelang unentdeckt gebliebenen Serienmörder auf die Spur, doch der Fall wird von der nationalsozialistischen Führung vertuscht. Einer der wenigen kritischen Filme der Nachkriegszeit mit Claus Holm und Mario Adorf in den Hauptrollen.

      Montag, 23.03.20
      20:15 - 21:55 Uhr (100 Min.)
      100 Min.

      Kriminalkommissar Kersten kommt einem jahrelang unentdeckt gebliebenen Serienmörder auf die Spur, doch der Fall wird von der nationalsozialistischen Führung vertuscht. Einer der wenigen kritischen Filme der Nachkriegszeit mit Claus Holm und Mario Adorf in den Hauptrollen.

       

      Stab und Besetzung

      Bruno Lüdke Mario Adorf
      Willi Keun Werner Peters
      SS-Gruppenführer Rossdorf Hannes Messemer
      Helga Hornung Annemarie Düringer
      Lucy Hansen Monika John
      Regie Robert Siodmak

      Hamburg, 1944: Eine Kellnerin wird ermordet aufgefunden. Die Tat scheint zu einer ganzen Serie bisher ungeklärter Frauenmorde zu passen, auf die Kriminalkommissar Kersten durch ein altes Fahndungsplakat stößt, auf dem die ungewöhnlichen Kräfte des Täters hervorgehoben werden. Kerstens Theorie stößt auf das Interesse des SS-Gruppenführers Rossdorf, der auf einen Modellfall zur Bestätigung der Rassentheorie hofft. Kersten liefert ihm den Mörder. Er hat in Berlin den geistesschwachen Bruno Lüdke ausfindig gemacht und überführt. Lüdke gesteht, eine große Zahl von Sexualmorden begangen zu haben. Aber die nationalsozialistische Führungsspitze kann während der kritischen Phase des Zweiten Weltkriegs keine Enthüllung der Tatsache gebrauchen, dass ein geisteskranker Serienmörder jahrelang unentdeckt blieb. Der "Fall Lüdke" wird vertuscht. Für den Mord an der Kellnerin wird ein Mann zur Verantwortung gezogen, der die Tat mit Sicherheit nicht begangen hat.

      "Nachts, wenn der Teufel kam" gehört zu den bemerkenswerten deutschen Spielfilmen der Nachkriegszeit. Das Drehbuch schrieb Werner Jörg Lüddecke nach dem gleichnamigen Tatsachenbericht von Will Berthold. Er erhielt dafür einen Bundesfilmpreis, ebenso wie George Krause (Kamera), Rolf Zehetbauer und Georg Wiel (Bauten), die Schauspieler Mario Adorf, Hannes Messemer, Werner Peters, Annemarie Düringer und vor allem Regisseur Robert Siodmak, dem mit "Nachts, wenn der Teufel kam" endgültig ein Comeback im deutschen Film gelang. Mario Adorf brilliert als unheimlicher Massenmörder - eine Rolle, die ihn in den folgenden Jahren auf das Fach des Schurken festlegte.

      Bereits 1994 befasste sich auch der niederländische Kriminalist J. A. Blaauw mit den 53 Morden, die Bruno Lüdke damals zugeschrieben wurden. Sein Ergebnis: Lüdke war unschuldig. Darüber besteht in Fachkreisen inzwischen weitgehend Einigkeit.

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