• 07.12.2011
      18:15 Uhr
      Myanmar - Reise in eine verlorene Zeit arte
       

      Seit 1962 wird das südostasiatische Land Myanmar, das frühere Birma, von einer Militärdiktatur regiert, die das Land von der Außenwelt abschottet. Die Dokumentation zeichnet das Porträt eines Landes, das wie ein lebendiges Museum wirkt.

      Mittwoch, 07.12.11
      18:15 - 19:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      VPS 18:14
      Neu im Programm
      Stereo

      Seit 1962 wird das südostasiatische Land Myanmar, das frühere Birma, von einer Militärdiktatur regiert, die das Land von der Außenwelt abschottet. Die Dokumentation zeichnet das Porträt eines Landes, das wie ein lebendiges Museum wirkt.

       

      Wundervoll gekleidet und aufwendig geschminkt reitet der kleine Ko Maung Dschi unter großem Gepränge durch die Straßen seines Dorfes in Myanmar. Sein Leben steht vor einer einschneidenden Änderung. Noch heute wird man ihm den Kopf scheren und außer einer Kutte und einer Almosenschale wird er fast nichts mehr besitzen. Aus dem verwöhnten Prinzen für einen Tag wird ein genügsamer Mönch. Als Vorbild für diese Zeremonie, mit der Ko Maung Dschi ins Klosterleben eintritt, gilt das Leben des historischen Buddha, des Prinzen Siddharta Gautama. Und so wie Ko Maung Dschi geht fast jeder Birmane ins Kloster, die allermeisten verbringen dort allerdings nur eine begrenzte Zeit. Das Leben als Mönch oder Nonne soll der Persönlichkeitsbildung dienen, soll zu Freundlichkeit, Menschenliebe und zu Bescheidenheit erziehen.

      Kaum eine Nation ist so geprägt von buddhistischer Spiritualität wie Myanmar, das frühere Birma. Fast ein halbes Jahrhundert durch die gewaltsame Politik eines Militärregimes von der Außenwelt fast hermetisch abgeriegelt, ist das Land von den Auswirkungen der Globalisierung bisher beinahe unberührt geblieben. Diese unfreiwillige, erzwungene Konservierung eines ganzen Staates erlaubt den Blick in die Vergangenheit wie in ein lebendiges Museum.

      Ohne die Absicht, ein umfassendes Gesamtporträt zu zeichnen, vermittelt die filmische Zeitreise durch persönliche Porträts Einblicke in eine alte Kultur Südostasiens, in eine im Verschwinden begriffene Zeit. Die Dokumentation zeigt Bilder eines mystischen Myanmar - ohne die aus der Weltpresse bekannten Konflikte und Naturkatastrophen. Die Aufnahmen entstanden in den Jahren 2006 und 2007 vor den Unruhen und vor dem Hurrikan, der weite Teile des Landes verwüstete.

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      Mittwoch, 07.12.11
      18:15 - 19:00 Uhr (45 Min.)
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