• 07.07.2020
      20:15 Uhr
      Menschenhandel - Eine kurze Geschichte der Sklaverei (1/4) 476 - 1375: Jenseits der Wüste | arte Mediathek
       

      Nubier, Fula, Mandinka, Songhai, Susu, Akan, Yoruba, Igbo, Bakongo, Wayao, Somali - mehr als 20 Millionen Afrikaner wurden im Laufe der Geschichte deportiert, verkauft und versklavt. Profitiert haben davon Großmächte rund um die Welt. Das Ausmaß des Sklavenhandels war so immens, dass es lange Zeit unmöglich war, alle Mechanismen zu verstehen. Dennoch wirft die Geschichte der Sklaverei eine grundlegende Frage auf: Wie wurde Afrika zum Drehkreuz des Menschenhandels?

      Dienstag, 07.07.20
      20:15 - 21:05 Uhr (50 Min.)
      50 Min.

      Nubier, Fula, Mandinka, Songhai, Susu, Akan, Yoruba, Igbo, Bakongo, Wayao, Somali - mehr als 20 Millionen Afrikaner wurden im Laufe der Geschichte deportiert, verkauft und versklavt. Profitiert haben davon Großmächte rund um die Welt. Das Ausmaß des Sklavenhandels war so immens, dass es lange Zeit unmöglich war, alle Mechanismen zu verstehen. Dennoch wirft die Geschichte der Sklaverei eine grundlegende Frage auf: Wie wurde Afrika zum Drehkreuz des Menschenhandels?

       

      476 nach Christus erlag das weströmische Reich dem Ansturm barbarischer Völker. Knapp zweihundert Jahre später, im Jahre 641 nach Christus, gründeten die Araber auf den Trümmern des römischen Reiches ein Weltreich, das sich von den Ufern des Indus bis zur Südsahara erstreckte. Damit begann eine neue Epoche systematischer Sklavenjagd vom Nahen Osten bis nach Afrika.
      Im Zentrum des Systems standen zwei bedeutende Handelsstädte: Kairo im Norden, als wichtigste Stadt des Islam und Knotenpunkt aller afrikanischen Handelswege, und Timbuktu im Süden, als Hochburg der großen afrikanischen Königreiche und Ausgangspunkt der transsaharischen Karawanenwege.

      Die erste Folge der Reihe "Menschenhandel - Eine kurze Geschichte der Sklaverei" zeichnet die Chronik der 700-jährigen Geschichte des Sklavenhandels. Die Dokumentation erzählt, wie die Völker der Subsahara im Laufe der Jahrhunderte zur wichtigsten "Ressource" des größten Menschenhandelnetzwerkes der Geschichte wurden.
       

      Bis zur Abschaffung der Sklaverei eroberte der Menschenhandel riesige Territorien, setzte seine eigenen Grenzen und schuf seine eigenen Gesetze in einer Welt der Gewalt, Machtbesessenheit und Profitgier. Die Geschichte der Sklaverei begann nicht erst auf den Baumwollfeldern. Sie reicht bis auf die frühesten Hochkulturen der Menschheit zurück. Schon im 7. Jahrhundert nach Christi Geburt wurde Afrika zum Epizentrum des Menschenhandels. Es entwickelte sich ein Netzwerk der Sklaverei von horrendem Ausmaß, das sich über den gesamten Globus erstreckte und über 1.200 Jahre Bestand hatte.

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 14.07.2020