• 22.03.2020
      15:40 Uhr
      Max Klinger - Die Macht des Weibes Dokumentation Deutschland 2019 | arte Mediathek
       

      Max Klinger war der Künstlerfürst des wilhelminischen Kunstbetriebes. Ein Star zu Lebzeiten. Immer umstritten, dann schnell vergessen, heute wiederentdeckt. Mit einer großen Ausstellung feiert das Museum der bildenden Künste in Leipzig nun Max Klinger anlässlich seines 100. Todestages mit einer umfassenden Jubiläumsausstellung. Wer war dieser Künstler des Fin de Siècle und was trieb ihn zu seinem fast manischen Kunstwollen? Erstmals porträtiert eine Dokumentation diesen Künstler, den der „Figaro“ in seinem Nachruf als „einen großen Barbaren, mit einer gewaltigen Liebe zur Kunst“ ehrte - Anlass für eine Spurensuche.

      Sonntag, 22.03.20
      15:40 - 16:35 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo

      Max Klinger war der Künstlerfürst des wilhelminischen Kunstbetriebes. Ein Star zu Lebzeiten. Immer umstritten, dann schnell vergessen, heute wiederentdeckt. Mit einer großen Ausstellung feiert das Museum der bildenden Künste in Leipzig nun Max Klinger anlässlich seines 100. Todestages mit einer umfassenden Jubiläumsausstellung. Wer war dieser Künstler des Fin de Siècle und was trieb ihn zu seinem fast manischen Kunstwollen? Erstmals porträtiert eine Dokumentation diesen Künstler, den der „Figaro“ in seinem Nachruf als „einen großen Barbaren, mit einer gewaltigen Liebe zur Kunst“ ehrte - Anlass für eine Spurensuche.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Christoph Goldmann
      Leif Karpe

      Aus Anlass des 100. Todestages von Max Klinger widmet das Museum für bildende Künste in Leipzig dem Superstar des wilhelminischen Kunstbetriebes eine umfassende Jubiläumsausstellung. Wer war dieser Mann, der auf dem Höhepunkt seines Künstlerlebens anlässlich der Enthüllung seiner tonnenschweren Beethovenskulptur in der Wiener Secession 1902 von seinen Zeitgenossen in einem Atemzug mit Richard Wagner und Michelangelo gefeiert wurde?
      Max Klinger, Sohn eines wohlhabenden Leipziger Seifenfabrikanten, schwelgte schon von frühester Kindheit an in Kunst. Der Mitbegründer des deutschen Symbolismus erregte gleich mit seinem ersten Radierzyklus über eine enttäuschte Liebe an der Berliner Rollschuhbahn größtes Aufsehen. Bis heute feiert die Kunstwelt ihn neben Goya und Rembrandt als einen der größten Grafiker der Kunstgeschichte. Und der Erfolg sollte Max Klinger treu bleiben.
      Mit seinen erotischen Fantasien, später dann auch mit seinen opulenten Werken, Materialschlachten, die sich schnell ins Gigantische steigerten, sorgte Max Klinger immer wieder für Skandale. Seine fast manische Liebe zu den Frauen verarbeitete er besessen in der Grafik, der Malerei und Bildhauerei. Der Figaro nannte ihn in seinem Nachruf „einen großen Barbaren mit einer gewaltigen Liebe zur Kunst“.
      Die Dokumentation folgt diesem Künstlerleben, das von Skandalen, manischem Kunstwollen, glücklichen und unglücklichen Lieben geprägt ist. Getrieben von seiner Sehnsucht hat Max Klinger unzählige Reisen unternommen. Auf Suche nach Inspiration hat er jahrelang in Paris und Rom gelebt. Immer auf der Suche nach dem ganz großen künstlerischen Ausdruck. Der Traum vom Gesamtkunstwerk begleitete ihn ein Leben lang. Max Klinger - immer umstritten, dann schnell vergessen. Es ist Zeit für eine Wiederentdeckung.

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