• 29.07.2011
      23:10 Uhr
      Mauerhase Dokumentarfilm Deutschland / Polen 2009 - 50 JAHRE BERLINER MAUERBAU | arte
       

      9. November 1989: Der Mauerfall bringt Millionen Menschen hinter dem Eisernen Vorhang die ersehnte Freiheit. Auch mehreren Tausend Hasen, die bisher ungestört auf dem Todesstreifen lebten. Ungewöhnlicher Dokumentarfilm über Hasen und Menschen.

      Freitag, 29.07.11
      23:10 - 00:05 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      VPS 23:15
      Stereo

      9. November 1989: Der Mauerfall bringt Millionen Menschen hinter dem Eisernen Vorhang die ersehnte Freiheit. Auch mehreren Tausend Hasen, die bisher ungestört auf dem Todesstreifen lebten. Ungewöhnlicher Dokumentarfilm über Hasen und Menschen.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Bartek Konopka

      Der Film nimmt die Perspektive der Mauerhasen ein, die ohne jeden Argwohn von einem paradiesischen Dasein inmitten üppigen Grüns erzählen. Mögliche Feinde halten ein großer Zaun und später die unüberwindbare Mauer auf Distanz. Bewaffnete Wächter übernehmen persönlich die Verantwortung für das Wohlergehen der possierlichen Tiere. Die enge Nachbarschaft von Grenzsoldaten und Hasen fördert ein geradezu inniges Verhältnis.

      Mit der Zeit verlieren die Hasen jede Scheu und werden in ihrer kleinen, überschaubaren Welt träge und faul. Sie hören auf, um Rangordnungen zu kämpfen und reagieren auf die Vorgänge um sie herum mit Desinteresse. Doch auch die Zustände im Paradies währen nicht ewig. Pflanzenschutzmittel werden eingesetzt, die Hasen erkranken, werden schließlich gejagt - bis die Mauer fällt. Sie müssen nun lernen, mit der neu gewonnenen Freiheit zurechtzukommen, dürfen nicht unter die Räder geraten. Dieses Schicksal teilen die Hasen im Prinzip mit den Menschen in ganz Osteuropa.

      Der Film war im Frühjahr 2010 für die Oscars nominiert, und hat 2009 mehrere internationale Preise gewonnen.

      Am 13. August 1961 wurde in den frühen Morgenstunden damit begonnen, die Grenze zwischen Ost- und West-Berlin sowie zwischen West-Berlin und der DDR auf ihrer gesamten Länge von 170 km mit einer Mauer abzuriegeln.
      Mit vier Fernseh-, Spiel- und Dokumentarfilmen zum Thema "50 Jahre Berliner Mauerbau" erinnert das Bayerische Fernsehen an die jahrzehntelange Teilung Deutschlands. Den Abend eröffnet "Karambolage", ein satirischer Fernsehfilm von Franz Peter Wirth über ein Zusammentreffen, bei dem die unterschiedlichen Mentalitäten ost- und westdeutscher Prägung aufeinanderprallen. Kurt Maetzig, einer der renommiertesten DEFA-Regisseure, inszenierte 1965 mit "Das Kaninchen bin ich" einen gesellschaftskritischen Film, der sogleich verboten wurde und erst im November 1989 seine Kinopremiere erlebte. Der Dokumentarfilm "Mauerhase" von Bartek Konopka und Piotr Rosolowski erzählt wiederum im Gewand eines Dokumentarfilms eine Fabel über die Auswirkungen des Mauerfalls. Zum Abschluss überzeichnet Niklaus Schilling in seinem "Willi-Busch-Report" ironisch die deutsch-deutsche Wirklichkeit im geteilten Deutschland.

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      Freitag, 29.07.11
      23:10 - 00:05 Uhr (55 Min.)
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