• 11.10.2018
      23:00 Uhr
      Marija Fernsehfilm Deutschland / Schweiz 2016 | arte
       

      Wie weit würden Sie für Ihren größten Traum gehen? Die junge Ukrainerin Marija putzt in einem Dortmunder Hotel und träumt von einem eigenen Friseursalon. Beim Klauen erwischt, wird sie fristlos gekündigt. Finanziell unter Druck verdingt sie sich als Übersetzerin bei illegalen Geschäften. Der österreichische Bauunternehmer Georg scheint ihren Traum in greifbare Nähe zu rücken. Doch als es hart auf hart kommt, muss sie sich der Frage stellen, ob sie bereit ist, ihre Moral, Loyalität und die eigenen Gefühle dem großen Ziel unterzuordnen.

      Donnerstag, 11.10.18
      23:00 - 00:35 Uhr (95 Min.)
      95 Min.
      Stereo HD-TV

      Wie weit würden Sie für Ihren größten Traum gehen? Die junge Ukrainerin Marija putzt in einem Dortmunder Hotel und träumt von einem eigenen Friseursalon. Beim Klauen erwischt, wird sie fristlos gekündigt. Finanziell unter Druck verdingt sie sich als Übersetzerin bei illegalen Geschäften. Der österreichische Bauunternehmer Georg scheint ihren Traum in greifbare Nähe zu rücken. Doch als es hart auf hart kommt, muss sie sich der Frage stellen, ob sie bereit ist, ihre Moral, Loyalität und die eigenen Gefühle dem großen Ziel unterzuordnen.

       

      Dortmunder Nordstadt in Deutschland: ein raues Pflaster für Migranten. Die junge Ukrainerin Marija verdient mit ihrem Putzjob in einem Hotel einen Hungerlohn. Als sie während der Arbeit im Hotelzimmer den Schmuck eines Gastes stehlen will, wird sie von einer Kollegin verpetzt. Es folgt die fristlose Kündigung. Ohne Arbeit und finanziell unter Druck, beginnt sie für ihren Vermieter Cem, der sie dafür umsonst wohnen lässt und als Frau für sich beansprucht, illegal als Übersetzerin zu arbeiten.

      Über Cem lernt Marija schließlich den charmanten Bauunternehmer und Ex-Knacki Georg kennen. Durch ihre Hilfe wird der Geschäftsmann bei einem windigen Vertragsabschluss davor bewahrt, von seinen russischen Verhandlungspartnern über den Tisch gezogen zu werden. Daraufhin bietet Georg Marija an, langfristig für ihn zu arbeiten und in sein Unternehmen einzusteigen. Auch privat bahnt sich zwischen dem hilfsbereiten Österreicher und der hartnäckigen Ukrainerin etwas an. Ihr großer Traum vom eigenen Friseursalon scheint für Marija in greifbare Nähe zu rücken.

      Doch gerade als die Übernahme eines geeigneten Ladengeschäfts für sie unter Dach und Fach ist, gibt es auf Georgs Baustelle eine unangekündigte Polizeikontrolle. Der illegale ukrainische Arbeiter Igor, der Freund von Marijas bester Freundin Olga, wird festgenommen und muss zurück in die Ukraine. Gegen Marijas Rat will Olga dem Vater ihres ungeborenen Kindes zurück in die ungewisse Heimat folgen.

      Auch Georg ist verhaftet worden. Um nicht noch einmal für Jahre einzufahren, bittet der verzweifelte Ex-Häftling Marija aus der U-Haft, das illegal verdiente Geld an seinen Anwalt zu übergeben, um ihn zu entlasten. Doch Marija zögert: Wird die junge Frau zuletzt tatsächlich ihre Freunde, ja sogar ihre eigenen Gefühle für den großen Traum der Unabhängigkeit verraten?

      Das Drama zeichnet das Porträt einer tragischen Kämpferin, die in der rauen Einwandererwelt zwischen Selbstbehauptung und Identitätsverlust die große Freiheit sucht.
      Der Schweizer Regisseur und Drehbuchautor Michael Koch arbeitete zunächst als Schauspieler ("Achtung, Fertig, Charlie!", 2003). Mit dem Drama "Marija" (2016) gab der Regisseur sein Langfilmdebüt und feierte im Wettbewerb des Locarno Film Festivals 2016 Weltpremiere. Beim Festival Premiers Plans im französischen Angers erhielt der Film 2017 gleich zwei Preise: den Prix Jean Carmet für den besten Darsteller (Georg Friedrich als Georg) und den Prix Mademoiselle Ladubay für die beste Darstellerin (Margarita Breitkreiz als Marija).

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      23:00 - 00:35 Uhr (95 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 17.12.2018