• 17.02.2019
      14:50 Uhr
      Mann vor wilder Landschaft arte
       

      Ein Filmporträt von Percy Adlon, der seinen alten Freund Tomi Ungerer auf dessen Besitz in Südirland besucht. Der Regisseur verwendet auch Bildmaterial seiner früheren Filme über Tomi Ungerer und dokumentiert so Leben und Werk des Künstlers. ARTE zeigt diesen Beitrag als Hommage an den kürzlich verstorbenen Künstler Tomi Ungerer.

      Sonntag, 17.02.19
      14:50 - 15:35 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Neu im Programm
      Stereo HD-TV

      Ein Filmporträt von Percy Adlon, der seinen alten Freund Tomi Ungerer auf dessen Besitz in Südirland besucht. Der Regisseur verwendet auch Bildmaterial seiner früheren Filme über Tomi Ungerer und dokumentiert so Leben und Werk des Künstlers. ARTE zeigt diesen Beitrag als Hommage an den kürzlich verstorbenen Künstler Tomi Ungerer.

       

      Tomi Ungerer und Percy Adlon kennen sich schon lange. 1974 dreht Adlon seinen ersten Film über den Künstler, der gerade aus New York in die Idylle einer kanadischen Halbinsel in Neuschottland geflohen war. „Tomi Ungerers Landleben“ ist ein Durchbruch, sowohl für Ungerer, der dadurch in Deutschland bekannt wird, als auch für den Filmemacher, der seine erste größere Arbeit signiert. Im Laufe der 1970er Jahre realisiert Percy Adlon zwei weitere Filme mit dem Künstler: „Tomi Ungerers Liederbuch“ und „Wir sind Babylon“.

      Die Neuproduktion „Mann vor wilder Landschaft“ zeigt einen nachdenklichen, immer noch suchenden Tomi Ungerer - ein Visionär, der zurückblickt. Zwischen Irland und New York, Straßburg und Neuschottland, Hamburg und dann wieder Irland: Adlon öffnet immer wieder „Fenster in die Vergangenheit“ des Künstlers. Es sind gleichzeitig Rückblenden auf die künstlerische Laufbahn Tomi Ungerers, dessen Werk immer im Einklang mit dem Zeitgeschehen steht.

      Der Künstler ist ein Beobachter, der die Mechanik unserer Triebe, Lüste und Aggressionen auf atemberaubend knappe Formeln bringen kann. „Er ist der beste Zeichner unserer Zeit, bei dem es sich lohnt, dem Strich zu folgen wie bei Schiele oder Horst Janssen“ schreibt Adlon und beobachtet mit seiner Kamera die Arbeit des Künstlers, der hochkonzentriert und in minutiöser Selbstkritik jeden gezeichneten Strich in Frage stellt, wiederholt, verwirft und wieder aufnimmt.
      Sichtbar wird auch ein verletzlicher Tomi Ungerer, seine Zweifel und Widersprüche, wenn er im Interview unerwartet die Themen wechselt, abbricht, neu ansetzt. Der Künstler nimmt die Kamera wahr, findet die Schönheit eines Details in der Landschaft oder das besondere an Objekten, die er dem Zuschauer zeigt und zu Kunst werden lässt.

      Der Film ist ein Porträt, ein Gemälde von Tomi Ungerer und seines Schaffens. Er ist auch eine Ideencollage, gezeichnet durch spontane Aphorismen eines Künstlers, der selber sagt: „Wenn es ein Paradies gibt, dann kommt es in Brocken, in kleinen Brocken, hier und da, kleine Momente ...“

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      Sonntag, 17.02.19
      14:50 - 15:35 Uhr (45 Min.)
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