• 16.12.2019
      02:35 Uhr
      Luchino Visconti, vom Film besessen Dokumentation Frankreich 2015 | arte Tipp
       

      Er gilt bis heute als einer der wichtigsten Regisseure des europäischen Kinos: Luchino Visconti (1906-1976), Begründer des Neorealismus. Sein Schaffen bescherte ihm nicht zuletzt auch im Theater- und Opernbereich internationales Ansehen. Visconti stammte aus einer bedeutenden italienischen Adelsfamilie und porträtierte die Aristokratie wie kein Zweiter.
      In seinem Frühwerk zeigte er aber auch das Italien der "kleinen Leute". Die Dokumentation zeigt Ausschnitte aus seinen berühmtesten Filmen sowie unveröffentlichte Archivaufnahmen und lässt unter anderem Viscontis Neffen und Patensohn Luchino Gastel zu Wort kommen.

      Nacht von Sonntag auf Montag, 16.12.19
      02:35 - 04:05 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo HD-TV

      Er gilt bis heute als einer der wichtigsten Regisseure des europäischen Kinos: Luchino Visconti (1906-1976), Begründer des Neorealismus. Sein Schaffen bescherte ihm nicht zuletzt auch im Theater- und Opernbereich internationales Ansehen. Visconti stammte aus einer bedeutenden italienischen Adelsfamilie und porträtierte die Aristokratie wie kein Zweiter.
      In seinem Frühwerk zeigte er aber auch das Italien der "kleinen Leute". Die Dokumentation zeigt Ausschnitte aus seinen berühmtesten Filmen sowie unveröffentlichte Archivaufnahmen und lässt unter anderem Viscontis Neffen und Patensohn Luchino Gastel zu Wort kommen.

       

      Die Dokumentation erzählt das Leben des italienischen Filmemachers Luchino Visconti von seiner Geburt am 2. November 1906 in Mailand bis zu seinem Tod im Jahr 1976. Der Regisseur, der als Conte Don Luchino Visconti di Modrone in eine der bedeutendsten italienischen Adelsfamilien hineingeboren wurde, hätte das müßige Leben eines reichen Aristokraten führen können.

      Doch Visconti wählte einen anderen Weg und setzte sich in seinen Werken immer wieder mit dem Milieu auseinander, aus dem er selbst stammte. Er hat die europäische Aristokratie der vergangenen beiden Jahrhunderte porträtiert wie kein Zweiter.

      In seinen frühen Filmen zeigte der Regisseur dem Publikum aber auch das tatsächliche Italien der "kleinen Leute" und nicht den gesellschaftlichen Verfall der Oberklasse. Während des Zweiten Weltkriegs engagierte sich Visconti im politischen Widerstand gegen den Faschismus und sympathisierte mit der Kommunistischen Partei Italiens. Die Dokumentation zeigt Visconti als zutiefst aufrichtigen Menschen, der sein Leben lang nach der historischen, gesellschaftlichen und menschlichen Wahrheit suchte.

      "Luchino Visconti, vom Film besessen" wurde in Rom, Mailand und Venedig gedreht und verbindet Archivmaterial mit Ausschnitten aus Viscontis Filmen: darunter Meisterwerke der Filmgeschichte wie "Die Verdammten", "Rocco und seine Brüder" und "Ludwig II.". Außerdem sind Auszüge zu sehen aus "Besessenheit", einem der Gründungsfilme des italienischen Neorealismus, aus "Die Unschuld", einer Reminiszenz an die Kindheit des Regisseurs, sowie dem Leinwandepos "Der Leopard", das von der sizilianischen Aristokratie in der Zeit des Übergangs zur Monarchie erzählt.

      Zu Wort kommen Viscontis Neffe und Patensohn Luchino Gastel, die Visconti-Biografin Laurence Schifano, Caterina D'Amico, die Tochter von Viscontis wichtigster Drehbuchautorin Suso Cecchi D'Amico, die französische Historikerin Elisabeth Roudinesco und der Filmregisseur Olivier Assayas.

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      Nacht von Sonntag auf Montag, 16.12.19
      02:35 - 04:05 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo HD-TV

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 06.12.2019