• 26.10.2014
      20:15 Uhr
      Looking for Picasso Dokumentarfilm Frankreich 2013 - Thema: Picasso | arte
       

      Zeit seines Lebens hat Picasso nur einen kleinen Teil seines Werks der Öffentlichkeit preisgegeben. 1973 starb mit Pablo Picasso eines der größten Künstlergenies des 20. Jahrhunderts. Danach begann in den elf Domizilen des Malers die Bestandsaufnahme eines unglaublichen Nachlasses. Über 50.000 Werke wurden entdeckt: darunter Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen und Keramikarbeiten. Die Inventur dauerte drei Jahre. Das immense Œuvre, das dabei ans Licht kam, entpuppte sich als ganz persönliches und intimes Logbuch des Künstlers.

      Sonntag, 26.10.14
      20:15 - 22:05 Uhr (110 Min.)
      110 Min.
      Stereo HD-TV

      Zeit seines Lebens hat Picasso nur einen kleinen Teil seines Werks der Öffentlichkeit preisgegeben. 1973 starb mit Pablo Picasso eines der größten Künstlergenies des 20. Jahrhunderts. Danach begann in den elf Domizilen des Malers die Bestandsaufnahme eines unglaublichen Nachlasses. Über 50.000 Werke wurden entdeckt: darunter Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen und Keramikarbeiten. Die Inventur dauerte drei Jahre. Das immense Œuvre, das dabei ans Licht kam, entpuppte sich als ganz persönliches und intimes Logbuch des Künstlers.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Hugues Nancy

      Seine Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen lesen sich wie ein Tagebuch, das den Betrachter Seite für Seite seinem Geheimnis näher bringt. Dieses Tagebuch hat Picasso im April 1973 als Erbe hinterlassen. Ausgehend von seinem Nachlass und der komplexen Erbschaftsgeschichte geht die Dokumentation auf Spurensuche und beleuchtet so das Leben Picassos und die Entstehungsgeschichte seines Werks aus neuer Perspektive.

      Das von Konflikten begleitete Begräbnis des Malers spiegelte das komplexe Gefüge einer Familie wider, die aus seinen wechselnden Liebschaften entstanden ist. In einer Nacht- und Nebelaktion wurde die sterbliche Hülle Picassos von Mougins nach Vauvenargues gebracht, ein Schloss am Ausläufer des Sainte-Victoire, dem Berg, den Cézanne so sehr liebte. Kompromisslos organisierte Jacqueline, Picassos letzte Frau, sein Begräbnis unter Ausschluss der Öffentlichkeit und vor allem ohne Maya, Claude und Paloma, den drei unehelichen Picasso-Kindern, denen sie den Zugang zum Schloss verwehrte.

      Das Erbe, das Picasso, der Nachwelt hinterlässt, ist enorm: Es handelt sich laut des von Maurice Rheims erstelltem Inventar um 1.885 Gemälde, 1.228 Skulpturen, 2.800 Keramiken sowie jeweils mehrere tausend Radierungen, Lithographien und Zeichnungen. An den Staat gingen 20 Prozent einer auf etwa 1,3 Milliarden Francs geschätzten Erbschaft. Dann begann die Aufteilung innerhalb der Familie: An Jacqueline Picasso, die letzte Gattin des Malers, und an Paulos Kinder Bernard und Marina geht der Löwenanteil der gigantischen Erbschaft. Maya, Claude und Paloma teilen unter sich die Hälfte des Anteils auf, der an den älteren Bruder gegangen wäre.

      Als Pablo Picasso 1973 stirbt, hat er über 70 Jahre in Frankreich gelebt, aber es gibt kaum ein Gemälde von ihm in den staatlichen Museen des Landes. Im Pariser Picasso-Museum, das 1985 seine Pforten öffnet, sind schließlich auch einige der Werke zu sehen, die erst nach dem Tod des Meisters entdeckt wurden. Verborgene Seiten aus seinem Privatleben offenbarten Frauenporträts und Bilder seiner ehelichen oder auch unehelichen Kinder. Schilderungen von Menschen aus Picassos Umfeld, Aufnahmen aus dem Familienarchiv und bisher unveröffentlichte Filmdokumente lassen das Porträt eines unbekannten Picasso entstehen und geben tiefe Einblicke in sein mannigfaltiges Lebenswerk.

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