• 27.01.2020
      20:15 Uhr
      Lauf Junge lauf Spielfilm Polen, Deutschland 2013 | arte
       

      Der neunjährige Srulik entflieht aus dem Warschauer Ghetto. In seinem täglichen Überlebenskampf begegnen ihm wohlgesinnte Helfer, aber auch solche, die sich als Verräter entpuppen. Um zu überleben, muss der Junge seine jüdische Identität geheim halten und sich als polnisch-katholisches Waisenkind ausgeben. Als er nach Kriegsende, mittlerweile mit seiner neuen Identität verschmolzen, ein neues Zuhause bei einer katholischen Familie findet, glaubt er sich am Ziel seiner Wünsche. Doch seine verdrängten Erinnerungen, Gefühle und seine wahre Identität holen ihn wieder ein …

      Montag, 27.01.20
      20:15 - 21:55 Uhr (100 Min.)
      100 Min.

      Der neunjährige Srulik entflieht aus dem Warschauer Ghetto. In seinem täglichen Überlebenskampf begegnen ihm wohlgesinnte Helfer, aber auch solche, die sich als Verräter entpuppen. Um zu überleben, muss der Junge seine jüdische Identität geheim halten und sich als polnisch-katholisches Waisenkind ausgeben. Als er nach Kriegsende, mittlerweile mit seiner neuen Identität verschmolzen, ein neues Zuhause bei einer katholischen Familie findet, glaubt er sich am Ziel seiner Wünsche. Doch seine verdrängten Erinnerungen, Gefühle und seine wahre Identität holen ihn wieder ein …

       

      Srulik ist neun Jahre alt, als ihm gerade noch rechtzeitig die Flucht aus dem Warschauer Ghetto gelingt. Um den deutschen Soldaten zu entkommen, flieht er in ein riesiges und unwegsames Waldgebiet. Auf sich allein gestellt muss er lernen, in der Wildnis zu überleben. Da er von einem unerschütterlichen Überlebensinstinkt getrieben wird, übersteht er die ersten Monate seiner Flucht. Aber die eisige Kälte des Winters und die unerträgliche Einsamkeit treiben den Jungen in die Zivilisation zurück. Doch es ist schwierig, die Menschen zu erkennen, denen er trauen kann. Als er eines Tages an die Tür der Bäuerin Magda Janczyk klopft, deren Mann und Söhne sich den Partisanen angeschlossen haben, lernt Srulik die wohl wichtigste und zugleich schmerzlichste Lektion, um zu überleben: Magda bringt ihm bei, seine Religion und damit auch seine Identität zu verleugnen und sich fortan als katholischer Waisenjunge Jurek auszugeben.
      Auf seiner dreijährigen Flucht durch das besetzte Polen bleibt die Angst vor Entdeckung sein ständiger Begleiter. Nur dadurch, dass Srulik immer stärker mit seiner falschen Identität verschmilzt und seine wahre Herkunft immer mehr verdrängt, gelingt ihm das Unmögliche: den Wahnsinn dieser Zeit zu überstehen.
      "Lauf Junge lauf" ist die Verfilmung des gleichnamigen Jugendromans des israelischen Autors Uri Orlev, basierend auf dem Schicksal von Yoram Friedman, der heute in Israel lebt. Mit großer erzählerischer Kraft zeichnet Pepe Danquarts so erschütterndes wie lebensbejahendes Kriegsdrama ein Kinderschicksal in einer unmenschlichen Zeit.

      Pepe Danquart hat mehrfach Filmgeschichte geschrieben. Der große Durchbruch gelang dem deutschen Regisseur 1993 mit dem Kurzfilm "Schwarzfahrer", für den er im Folgejahr einen Oscar erhielt. Als Mitbegründer der Medienwerkstatt Freiburg gehörte er in den 80er Jahren zu den Pionieren des politischen Videofilms, die eine Gegenöffentlichkeit herstellen wollten. Danquarts Dokumentation "Heimspiel" (2000) wurde von ARTE koproduziert. Sein jüngster Spielfilm "Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner" feierte 2017 Premiere. "Lauf Junge lauf" wurde 2014 gleich drei Mal für den Deutschen Filmpreis nominiert.

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      Montag, 27.01.20
      20:15 - 21:55 Uhr (100 Min.)
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