• 31.10.2021
      12:20 Uhr
      Land der Millionen Elefanten Belgien 2016 | arte
       

      Die Elefanten in Laos stehen vor allem für eins: für die Faszination des Waldes. Die Laoten verehren den Elefanten als Herrscher des Waldes, aber auch als mächtigen Gesandten der Götterwelt. Der weiße Elefant ist direkt mit Buddha verbunden. Er ist ein Tier großer Heiligkeit, das weit oben im Pantheon der heiligen Tiere residiert. Elefanten wissen, wo Wasser zu finden ist, und so wurden sie für die Bauern zum Symbol einer fruchtbaren Ernte und von ihnen als Arbeitstiere genutzt.

      Sonntag, 31.10.21
      12:20 - 13:05 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Die Elefanten in Laos stehen vor allem für eins: für die Faszination des Waldes. Die Laoten verehren den Elefanten als Herrscher des Waldes, aber auch als mächtigen Gesandten der Götterwelt. Der weiße Elefant ist direkt mit Buddha verbunden. Er ist ein Tier großer Heiligkeit, das weit oben im Pantheon der heiligen Tiere residiert. Elefanten wissen, wo Wasser zu finden ist, und so wurden sie für die Bauern zum Symbol einer fruchtbaren Ernte und von ihnen als Arbeitstiere genutzt.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Peter Anger

      Einst hieß Laos „das Land der Millionen Elefanten“. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts teilten sich Mensch und Tier den Wald ohne einander etwas wegzunehmen. Der große, wilde Dschungel bot alles, was die sich kreuzenden Schicksale von Mensch und Elefant nur wünschen konnten. Wilde Elefanten wurden zu Helfern für die Landwirtschaft abgerichtet. Diese wenigen Eingriffe in die wilde Fauna wirkten sich nicht negativ auf die Tierbestände aus, die genügend Zeit zur Regeneration hatten.

      Heute werden Elefanten in den Wäldern hauptsächlich beim Holzfällen eingesetzt. Es gilt als erwiesen, dass die Tiere eine hohe soziale Intelligenz besitzen, ihre wilden Herden sind stabil und konfliktfrei. Der Elefant repräsentiert das Totemtier des Waldes. Er gilt als Geist des Waldes, und die Laoten sind sich bewusst: Wenn man den Elefant retten will, muss man auch seinen Lebensraum, den Wald, retten.

      Die laotische Landbevölkerung ist sesshaft geworden. Es gibt immer mehr Dörfer, und um die wachsende Bevölkerung zu ernähren, werden dem Wald immer mehr Parzellen abgerungen. Dadurch schrumpft der Lebensraum der Elefanten. Die Elefanten gelten bei vielen Bauern mittlerweile als Plagegeister, die die Ernte auf ihrem Ackerland zerstören. Die Holzindustrie hat zudem mit dem Einschlag wertvollen Tropenholzes den Primärwald verwüstet.

      Die wildlebenden Elefanten wurden in weniger zugängliche Regionen vertrieben. Gewaltige Gebiete wurden zur Gewinnung von Strom aus Wasserkraft überschwemmt. In viel zu kleine Reviere gezwängt, schaffen es die Tiere nicht, ausreichend Nahrung zu finden.

      Mittlerweile ist der Fang wilder Elefanten verboten, doch das Überleben von Laos‘ Dickhäutern ist massiv bedroht - in Laos leben keine 450 wilden Elefanten mehr. Nach dem buddhistischen Glauben jedoch, den viele Laoten praktizieren, ist es nicht ausgeschlossen, eines fernen Tages als Elefant wiedergeboren zu werden.

      Die Dokumentation beleuchtet die Rolle und den Überlebenskampf der bedrohten grauen Riesen in einem Land, in dessen Kultur und religiösen Brauchtum sie bis heute einen wichtigen Platz einnehmen.

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