• 09.12.2019
      06:45 Uhr
      Kurioses aus der Tierwelt Rechenkünstler - Pferde, Ameisen und Bambus | arte Mediathek
       

      Anfang des 20. Jahrhunderts machte ein deutsches Pferd namens "Kluger Hans" in ganz Europa Schlagzeilen. Von ihm wurde behauptet, es könne komplizierte mathematische Berechnungen durchführen. Ameisen wiederum sind in der Lage, die Anzahl ihrer Schritte zu registrieren, um nach der Futtersuche wieder nach Hause zu finden. Chinesischen Aufzeichnungen zufolge scheint außerdem eine Bambusart in der Lage zu sein, Jahre zu zählen, da alle Bambuspflanzen in den verschiedenen Teilen der Welt exakt zur gleichen Zeit blühen. Können ein Pferd und eine Pflanze tatsächlich rechnen?

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      Anfang des 20. Jahrhunderts machte ein deutsches Pferd namens "Kluger Hans" in ganz Europa Schlagzeilen. Von ihm wurde behauptet, es könne komplizierte mathematische Berechnungen durchführen. Ameisen wiederum sind in der Lage, die Anzahl ihrer Schritte zu registrieren, um nach der Futtersuche wieder nach Hause zu finden. Chinesischen Aufzeichnungen zufolge scheint außerdem eine Bambusart in der Lage zu sein, Jahre zu zählen, da alle Bambuspflanzen in den verschiedenen Teilen der Welt exakt zur gleichen Zeit blühen. Können ein Pferd und eine Pflanze tatsächlich rechnen?

       

      Können Tiere zählen? Diese Frage beschäftigt die Forscher schon seit langem. Anfang des 20. Jahrhunderts machte ein Pferd namens "Kluger Hans" in ganz Europa Schlagzeilen und versetzte die Welt der Wissenschaft in helle Aufregung. Der Kluge Hans, so schien es, beherrschte die Kunst des Kopfrechnens. Natürlich wurden Hans' arithmetische Fähigkeiten von den Wissenschaftlern hinterfragt und unter die Lupe genommen. Und so stellte sich heraus, dass Hans tatsächlich klug war, aber nicht in Mathematik, sondern im Erlernen der menschlichen Körpersprache und Mimik. Er reagierte auf das kleinste Zeichen mit einem Scharren der Hufe oder Kopfschütteln - und wurde dafür belohnt. Wirklich rechnen konnte Hans jedoch nicht.

      Die Ameisen hingegen schon. 2007 untersuchten Wissenschaftler, wie es tunesischen Wüstenameisen nach der Futtersuche gelingt, durch öde Landschaften wieder nach Hause zu finden. Bekanntlich nutzen sie die Sonne, um sich in die richtige Richtung zu bewegen. Doch wie können sie Distanzen einschätzen? Um feststellen zu können, ob Ameisen die Anzahl ihrer Schritte zählen, wurde ihre Schrittlänge in speziellen Experimenten manipuliert, indem ihre Beinchen mit winzigen Stelzen verlängert wurden. Ameisen sind den Ergebnissen zufolge in der Lage, die Anzahl ihrer Schritte zu registrieren - möglicherweise nicht wie wir es tun. Doch offensichtlich verfügen sie über eine Art Zählwerk.

      Noch überraschender mutet die Fähigkeit einer Bambusart an, des Phyllostachys bambusoides, die vergehende Zeit zu bemessen. Wie gelingt es dieser Pflanze, ihre Blühintervalle auf rund 110 Jahre zu berechnen?

      Echtes Zählen kommt in der Natur sehr selten vor. Doch einige Tiere und Pflanzen sind aus eigener Kraft zu erstaunlichen arithmetischen Wundern in der Lage.

      Die Natur ist voller faszinierender und wundersamer Geschöpfe - die Schmetterlinge etwa mit ihrem einzigartigen Lebenszyklus oder das eigenartige Leben der Kaiserpinguine. Manche Tiere waren jahrhundertelang von Mythen umrankt - andere haben uns ihre Geheimnisse erst in jüngster Zeit offenbart. Diese Tiere, ihre kuriosen Geschichten und erstaunlichen Eigenschaften, stellt David Attenborough der neuen Staffel der beliebten Reihe "Kurioses aus der Tierwelt" vor.

      Dokumentationsreihe Großbritannien 2016

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