• 25.03.2018
      17:25 Uhr
      Kupka Pionier der abstrakten Kunst | arte
       

      Neben Kandinsky, Mondrian oder Malewitsch führte er maßgeblich die moderne Kunst in das Zeitalter der Abstraktion: Der tschechische Maler Frantisek Kupka (1871-1957) lebte in einer Zeit, in der zahlreiche avantgardistische Kunstrichtungen aufeinandertrafen. Dennoch hat er sich nie zu einer bestimmten Bewegung bekannt. Sein künstlerischer Alleingang inspirierte ihn 1912 zu "Amorpha, Fuge in zwei Farben", das in der Kunstwelt für Aufsehen sorgte, da es das erste nichtgegenständliche Werk war, das im Pariser Herbstsalon öffentlich ausgestellt wurde.

      Sonntag, 25.03.18
      17:25 - 18:20 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo HD-TV

      Neben Kandinsky, Mondrian oder Malewitsch führte er maßgeblich die moderne Kunst in das Zeitalter der Abstraktion: Der tschechische Maler Frantisek Kupka (1871-1957) lebte in einer Zeit, in der zahlreiche avantgardistische Kunstrichtungen aufeinandertrafen. Dennoch hat er sich nie zu einer bestimmten Bewegung bekannt. Sein künstlerischer Alleingang inspirierte ihn 1912 zu "Amorpha, Fuge in zwei Farben", das in der Kunstwelt für Aufsehen sorgte, da es das erste nichtgegenständliche Werk war, das im Pariser Herbstsalon öffentlich ausgestellt wurde.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Jacques Loeuille

      In seinen langen Lebensjahren sah Frantisek Kupka (1871-1957), wie sich zahlreiche moderne Kunstrichtungen wie Impressionismus, Futurismus, Kubismus, Dadaismus und Suprematismus einander ablösten. Er selbst bekannte sich allerdings nie zu einer Strömung; sein bahnbrechendes Werk schuf er im Alleingang. 1912 sorgte er mit "Amorpha, Fuge in zwei Farben" für Aufsehen, das als erstes öffentlich ausgestelltes, nichtgegenständliches Werk in die Kunstgeschichte einging.

      Ein Einzelgänger, gebildet, engagiert - die ihm gebührende Anerkennung ist Kupka lange vorenthalten worden. Und doch ist er einer der bedeutendsten und maßgeblichen Maler unserer Moderne.
      Die Inspiration für sein künstlerisches Vokabular schöpfte er aus Bereichen wie der Stilisierung von Naturlandschaften, den Parallelen von Farbe und Musik, aus dekonstruierten Bewegungsabläufen und der künstlerischen Interpretation des Sternenhimmels. Aus der Verbindung all dieser Sinneswahrnehmungen entstand eine neue, universelle Sprache, die der tschechische Maler fortwährend weiterentwickelte.

      Erstaunlich ist, dass Kupka auch ein talentierter Karikaturist war, der sich gesellschaftlich engagierte und mit seinen bissigen Zeichnungen in französischen Satirezeitschriften wie "L'Assiette au beurre" das Bürgertum auf die Schippe nahm; er verurteilte Religion, Krieg und Kapitalismus. Was ihn nicht daran hinderte, 1914 trotz seines fortgeschrittenen Alters für Frankreich in den Ersten Weltkrieg zu ziehen.

      Wie andere Pioniere der abstrakten Kunst interessierte sich Kupka stark für Theosophie und Spiritualität. Er dachte viel über metaphysische Fragen, aber auch über die Schöpfung nach und darüber, welchen Platz der Mensch im Zentrum des Universums einnimmt. Für die Theosophen ist klar, dass der Mensch mit Hilfe von Meditations- und Versenkungstechniken seine körperliche Hülle verlassen kann, um nur noch reiner Geist zu sein. Die Abstraktion war für Kupka nur ein Schritt auf dem Weg zu einer rein geistigen Ausdrucksweise, um die Seele der Betrachter unmittelbar zu erreichen.

      ARTE zeigt die Dokumentation anlässlich der Ausstellung im Pariser Grand Palais, die vom 21. März bis 30. Juli 2018 zu sehen ist.

      Dokumentation Frankreich 2016

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      Sonntag, 25.03.18
      17:25 - 18:20 Uhr (55 Min.)
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