• 11.09.2021
      03:35 Uhr
      Kunst muss raus Global und real | arte
       

      Kunst im öffentlichen Raum beschränkt sich nicht darauf, die Welt unter freiem Himmel zu besetzen. Auch das Netz ist ein öffentlicher Raum. Und der ist nicht weniger real, nur weil er digital ist. Cao Fei, Chinas berühmteste Künstlerin, gründet eine Stadt im Second Life und lädt Besucher aus aller Welt ein, dort eine zweite Realität zu schaffen. Wer bin ich und wer will ich sein? Britta Thie entlarvt in ihren Webserien das trügerische Versprechen einer optimierten Selbstdefinition in den sozialen Medien. Und Achim Mohné unterläuft mit seinen Aktionen die Kontrollmacht der großen Netzanbieter, indem er subversive Botschaften gen Himmel sendet, die unfreiwillig via Google Earth jeden Haushalt erreichen. "Kunst muss raus" entführt in die unendlichen Weiten der Kunst im öffentlichen Raum.

      Nacht von Freitag auf Samstag, 11.09.21
      03:35 - 04:00 Uhr (25 Min.)
      25 Min.
      Stereo

      Kunst im öffentlichen Raum beschränkt sich nicht darauf, die Welt unter freiem Himmel zu besetzen. Auch das Netz ist ein öffentlicher Raum. Und der ist nicht weniger real, nur weil er digital ist. Cao Fei, Chinas berühmteste Künstlerin, gründet eine Stadt im Second Life und lädt Besucher aus aller Welt ein, dort eine zweite Realität zu schaffen. Wer bin ich und wer will ich sein? Britta Thie entlarvt in ihren Webserien das trügerische Versprechen einer optimierten Selbstdefinition in den sozialen Medien. Und Achim Mohné unterläuft mit seinen Aktionen die Kontrollmacht der großen Netzanbieter, indem er subversive Botschaften gen Himmel sendet, die unfreiwillig via Google Earth jeden Haushalt erreichen. "Kunst muss raus" entführt in die unendlichen Weiten der Kunst im öffentlichen Raum.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Jörg Jung

      Kunst im öffentlichen Raum beschränkt sich nicht darauf, die Welt unter freiem Himmel zu besetzen. Auch das Netz ist ein öffentlicher Raum. Und der ist nicht weniger real, nur weil er digital ist. Cao Fei, Chinas berühmteste Künstlerin, gründet eine Stadt im Second Life und lädt Besucher aus aller Welt ein, dort eine zweite Realität zu schaffen. Wer bin ich und wer will ich sein? Britta Thie entlarvt in ihren Webserien das trügerische Versprechen einer optimierten Selbstdefinition in den sozialen Medien. Und Achim Mohné unterläuft mit seinen Aktionen die Kontrollmacht der großen Netzanbieter, indem er subversive Botschaften gen Himmel sendet, die unfreiwillig via Google Earth jeden Haushalt erreichen. "Kunst muss raus" entführt in die unendlichen Weiten der Kunst im öffentlichen Raum.

      Die chinesische Künstlerin Cao Fei gründet eine Stadt im Second Life und lädt Besucher aus aller Welt ein, mit ihren Avataren dort eine zweite Realität zu schaffen. Ihre Stadt "RMB City" wird ein Treffpunkt der internationalen Kunstszene. Sogar Kunstausstellungen werden dort digital realisiert. Ihre Identität als "China Tracy" im Netz macht Cao Fei binnen kurzer Zeit zur berühmtesten Künstlerin Chinas.
      Wer bin ich und wer will ich sein? Britta Thie reagiert auf die Dominanz der sozialen Medien in der Beziehungskultur der jüngeren Generationen, der sogenannten Digital Natives. In ihren Webserien entlarvt sie das trügerische Versprechen einer optimierten Selbstdefinition im Netz. Schon als Kind experimentierte sie mit mehreren Versionen ihres Selbst vor der Videokamera. Als Künstlerin machte sie dann Furore mit ihrer Webserie "Translantics". Jetzt schuf sie mit Teenagern aus einer mittelkleinen deutschen Stadt den Piloten einer neuen Serie und gewann sogar einen globalen Elektronikdiscounter als Präsentationsort für die Kunst.
      Im Netz wird Macht neu verhandelt. Achim Mohné unterläuft mit seinen Aktionen, die Kontrollmacht der großen Netzanbieter, indem er mit Farbe und Pinsel auf großen Flächen subversive Botschaften gen Himmel sendet, die unfreiwillig von Satelliten gespeichert und via Google Earth jeden Haushalt erreichen. Parallel zur Weltklimakonferenz schuf er zur Mahnung an die Verletzlichkeit unseres Planeten, ein grobes Mosaik des ersten Fotos der Erde von der Apollo-Mission 1968, das nur von Satelliten gelesen werden kann. Kunst kennt keine Grenzen. ARTE entführt in die unendlichen Weiten der Kunst im öffentlichen Raum.

      Regie: Jörg Jung

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      Nacht von Freitag auf Samstag, 11.09.21
      03:35 - 04:00 Uhr (25 Min.)
      25 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 30.07.2021