• 11.11.2021
      20:15 Uhr
      Kommando Selbstzerstörung Der Untergang der Kaiserlichen Flotte | arte
       

      Am Ende des Ersten Weltkriegs steht ein geheimnisvolles Ereignis: "Paragraf Elf. Bestätigen!" Auf diesen Befehl hin versenkt sich die Kaiserliche Hochseeflotte im Juni 1919 bei Orkney, damit die wertvollen Schlachtschiffe nicht den Briten in die Hände fallen. 74 Schiffe sinken fast zeitgleich auf den Grund der Bucht Scapa Flow im Norden Schottlands. 100 Jahre später sammeln Inselbewohner und Historiker ihre Erkenntnisse. Die wertvolle Kriegsbeute, der ganze Stolz des Deutschen Kaiserreichs, war bei den Verhandlungen des Versailler Friedensvertrags zum Spielball der Siegermächte geworden.

      Donnerstag, 11.11.21
      20:15 - 21:10 Uhr (55 Min.)
      55 Min.

      Am Ende des Ersten Weltkriegs steht ein geheimnisvolles Ereignis: "Paragraf Elf. Bestätigen!" Auf diesen Befehl hin versenkt sich die Kaiserliche Hochseeflotte im Juni 1919 bei Orkney, damit die wertvollen Schlachtschiffe nicht den Briten in die Hände fallen. 74 Schiffe sinken fast zeitgleich auf den Grund der Bucht Scapa Flow im Norden Schottlands. 100 Jahre später sammeln Inselbewohner und Historiker ihre Erkenntnisse. Die wertvolle Kriegsbeute, der ganze Stolz des Deutschen Kaiserreichs, war bei den Verhandlungen des Versailler Friedensvertrags zum Spielball der Siegermächte geworden.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Martin Koddenberg

      Im Zentrum der Ereignisse steht Ludwig von Reuter. Mitten im politischen Wirrwarr des Kriegsendes wird der kaisertreue Konteradmiral im November 1918 zu einem entscheidenden Protagonisten einer komplexen politischen Gemengelage. Er wird berufen, die deutsche Hochseeflotte in einem britischen Hafen stillzulegen. Die Aufgabe ist ein Balanceakt: Während sich seine eigenen Mannschaften auflehnen, lauern die britischen Bewacher nur darauf, die Schiffe zu übernehmen. Sieben Monate lebt von Reuter auf den allmählich dahinrostenden Stahlkolossen und wartet auf den Ausgang der Friedensverhandlungen in Versailles. Dort werden die deutschen Schiffe zum Zankapfel der Alliierten. Wer diese schwer gepanzerten Schlachtschiffe bekommen soll, ist unklar. Sie zu verteilen hätte Auswirkungen auf das ohnehin schon komplizierte Kräfteverhältnis auf den Weltmeeren. Als der Vertragsentwurf von Versailles veröffentlicht wird, ist die Entscheidung nochmals vertagt worden. Fest steht nur, dass sie nie wieder nach Deutschland zurückkehren werden.

      Als Ludwig von Reuter davon erfährt, befiehlt er heimlich die Selbstversenkung vor den Augen der britischen Bewacher. Die Konsequenzen für den Versailler Vertrag sind gravierend. Die Versenkung steht für den sprichwörtlichen Untergang des Kaiserreichs. Sie offenbart die Denkmuster der kaisertreuen Marineoffiziere: Ihre Ehrvorstellungen wirken wie der Nachhall einer Ära, die sich selbst abgeschafft hat. Ein ähnliches Muster soll sich Jahre später wiederholen, als das NS-Regime unter dem Motto "Stirb und werde" versucht, den eigenen Untergang zu verwalten.

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