• 19.08.2012
      17:45 Uhr
      Klaus Maria Brandauer - Der Spieler Dokumentation Deutschland 2011 | arte
       

      Die Welt als Bühne. Darauf poltert ein Dorfrichter Adam, philosophiert ein Hamlet, tönt ein Jedermann, tobt ein Mephisto. Hinter der Maske: Klaus Maria Brandauer. Johanna Schickentanz stellt den international renommierten Schauspieler vor und konfrontiert ihn frech mit seinem Ruf, unglaublich arrogant zu sein.

      Sonntag, 19.08.12
      17:45 - 18:30 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      VPS 17:40
      Stereo HD-TV

      Die Welt als Bühne. Darauf poltert ein Dorfrichter Adam, philosophiert ein Hamlet, tönt ein Jedermann, tobt ein Mephisto. Hinter der Maske: Klaus Maria Brandauer. Johanna Schickentanz stellt den international renommierten Schauspieler vor und konfrontiert ihn frech mit seinem Ruf, unglaublich arrogant zu sein.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Johanna Schickentanz

      Er ist bekannt, sehr bekannt. Nicht nur in Deutschland, auch international. Man spricht über ihn. Nicht nur von seiner "Aura" , seiner unglaublichen "Präsenz". Man spricht auch von seiner Arroganz, seiner Unnahbarkeit, seinem Größenwahn.

      Wie macht man mit einem und über einen solchen Großschauspieler, Burgschauspieler, einen Film? Man fragt ihn wie Johanna Schickentanz nach diesen Klischees, freut sich, dass er das Interview nicht abbricht, nicht gleich die gesamten Dreharbeiten absagt, sondern sehr gelassen antwortet: "Ich habe überhaupt nichts dagegen, überschätzt zu werden. Ich lade alle dazu ein, es weiter zu tun."

      Und dann schlappt er - Kragen hoch, unrasiert, Hände tief in den Manteltaschen - durch ein kleines Dorf in der Steiermark und redet über das Leben. Nicht über das Theater. Über das Leben des kleinen Buben im österreichischen Altaussee, die Rückkehr des deutschen Vaters nach dem Krieg, die ersten Reisen. Er gibt sich als bodenständiger Brandauer mit der Neugier des Weltenbürgers.

      Bis heute zieht es ihn immer wieder dorthin. An den Dachstein und in die Dorfwirtschaft. Zwischen Proben in Wien und Berlin. Zwischen Dreharbeiten in Deutschland und Amerika. "James Bond 007" - "das war ein bisschen wie Operette". Oder "Jenseits von Afrika" - "meine Mutter wollte eigentlich nicht, dass ich die Rolle annehme, weil ich einen Fiesling spiele." Nahtlos wechselt Brandauer zwischen Koketterie und Tiefsinn - auch in den Interviews. Er spielt. Mit sich, mit uns, den Zuschauern. Und immer wieder so als wäre es das erste Mal. "Wenn's heute gelänge, so zu sprechen, als hätte ich die Rolle noch nie gesprochen, nie gespürt und die Leute unten das merken - dann wird es mehr als Theater!"

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      Sonntag, 19.08.12
      17:45 - 18:30 Uhr (45 Min.)
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      VPS 17:40
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