• 18.09.2018
      20:15 Uhr
      Inside Lehman Brothers Whistleblower packen aus - Thema: Banken - Das Zocken geht weiter | arte
       

      Am Anfang der Finanzkrise von 2008 stand die Insolvenz einer Bank, der Lehman Brothers, mit einem Schuldenberg von 613 Milliarden US-Dollar. Zehn Jahre später erzählen Whistleblower nun, wie sie vergeblich Alarm geschlagen haben und dann durch die Hölle gegangen sind. Und sie warnen: Die Mechanismen des Finanzmarktes haben sich seither kaum verändert, die Banken sind immer noch extrem mächtig.

      Dienstag, 18.09.18
      20:15 - 21:40 Uhr (85 Min.)
      85 Min.

      Am Anfang der Finanzkrise von 2008 stand die Insolvenz einer Bank, der Lehman Brothers, mit einem Schuldenberg von 613 Milliarden US-Dollar. Zehn Jahre später erzählen Whistleblower nun, wie sie vergeblich Alarm geschlagen haben und dann durch die Hölle gegangen sind. Und sie warnen: Die Mechanismen des Finanzmarktes haben sich seither kaum verändert, die Banken sind immer noch extrem mächtig.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Jennifer Deschamps

      Am Anfang der Finanzkrise von 2008 stand die Insolvenz einer Bank: Lehman Brothers, eine Investmentbank mit einem Schuldenberg von 613 Milliarden US-Dollar. Die größte Bankenpleite alle Zeiten. Firmeninterne Whistleblower von Kalifornien bis zur Wall Street hatten damals vergeblich Alarm geschlagen: Matthew Lee, einer der Vizepräsidenten von Lehman Brothers, weigerte sich, Finanztransaktionen in zweistelliger Milliardenhöhe zu genehmigen; Sylvia Vega-Sutfin und ihre Kollegen entdeckten in einer Kreditbank der Lehman Brothers Holding Inc. unzählige Betrugsfälle. Als sie ihre Vorgesetzten informierten, wurden sie unter Druck gesetzt oder sexuell belästigt. Lee wurde entlassen, Sylvia Vega-Sutfin und ihre Kollegen kündigten schließlich selbst, nachdem sie durch die Hölle gegangen waren.
      Sie warnen: Geschichte wiederholt sich. Mit der Bankensanierung kamen auch die schlechten Angewohnheiten zurück. Toxische Papiere, derivative Finanzinstrumente - die Mechanismen haben sich kaum verändert. Donald Trump setzt alles daran, die zerbrechlichen Schutzvorrichtungen seines Vorgängers einzureißen. Schlimmer noch: Trump regiert nun mit denjenigen, die das System in den Bankrott führten.
      "Inside Lehman Brothers" gibt Einblicke in ein krankes System, das jegliche Warnzeichen ignoriert. Die Vorfälle von 2008 könnten sich jederzeit wiederholen. Der Kampf der Whistleblower ist alles andere als vorbei - doch sie finden immer noch kaum Beachtung.

      • Thema: Banken - Das Zocken geht weiter

      10 Jahre nach der Lehman-Brothers-Pleite und anschließender Banken- und Wirtschaftskrise scheint sich die Finanzwelt wieder berappelt zu haben. Schlechte Angewohnheiten inklusive: toxische Papiere, derivative Finanzinstrumente - das Zocken geht weiter.
      Wie es 2008 überhaupt so weit kommen konnte, durchleuchtet "Inside Lehman Brothers" und gibt damit exemplarisch Einblick in ein krankes System, das jederzeit erneut kollabieren kann. Firmeninterne Whistleblower erzählen, wie sie damals vergeblich gewarnt haben und in der Folge massiv unter Druck gesetzt wurden.
      Der anschließende Film über die Bank HSBC zeigt, wie lange und wie tief auch diese "Skandalbank" in kriminelle Geschäfte involviert war: Geldwäsche, Steuerflucht und Libor-Zins-Manipulation - HSBC kam aus den negativen Schlagzeilen kaum noch heraus. Wie sich die Geschäfte des Finanzsektors direkt auf die Verbraucher auswirken können, veranschaulicht der Film "Tod auf Raten". Die Verschuldung der Privathaushalte in Europa steigt weiter an und zerstört das Leben vieler Bürger, die ihre Kredite nicht mehr bedienen können. So wie vor 10 Jahren bei der US-Immobilienkrise.

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