• 09.09.2019
      23:15 Uhr
      Ins Land der geraubten Menschen Italiens Entführungsindustrie | arte
       

      700 Entführungen in 30 Jahren. Die Entführungsindustrie hat zwischen 1970 und 2000 Italien in Atem gehalten. Die Filmautorin Antonella Berta kennt die TV-Meldungen über Entführungen aus ihrer Kindheit und geht in Italien auf Spurensuche. Es ging um Millionärsenkel, die verstümmelt wurden, um mehr Lösegeld zu erpressen, um Urlauberkinder, die aus dem Schwimmbad vor den Augen ihrer Eltern verschleppt wurden, und um Teenager, die fast zweieinhalb Jahre in einem Erdloch eingesperrt wurden. Welche Abgründe stecken dahinter? Was ist aus den Entführten geworden? Und wer sind die Täter?

      Montag, 09.09.19
      23:15 - 00:10 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      VPS 23:20

      700 Entführungen in 30 Jahren. Die Entführungsindustrie hat zwischen 1970 und 2000 Italien in Atem gehalten. Die Filmautorin Antonella Berta kennt die TV-Meldungen über Entführungen aus ihrer Kindheit und geht in Italien auf Spurensuche. Es ging um Millionärsenkel, die verstümmelt wurden, um mehr Lösegeld zu erpressen, um Urlauberkinder, die aus dem Schwimmbad vor den Augen ihrer Eltern verschleppt wurden, und um Teenager, die fast zweieinhalb Jahre in einem Erdloch eingesperrt wurden. Welche Abgründe stecken dahinter? Was ist aus den Entführten geworden? Und wer sind die Täter?

       

      Stab und Besetzung

      Regie Antonella Berta

      700 Entführungen in 30 Jahren. Die Entführungsindustrie hat zwischen 1970 und 2000 Italien in Atem gehalten. Es traf Familien, Kleinunternehmer, Reiche, Industrielle - Männer, Frauen, Kinder. Einige von ihnen blieben bis über zwei Jahre gefangen, sie kamen als gebrochene Menschen zurück. Manche Familien sind an der Last des Schicksals zerbrochen, Unternehmen trieben die Lösegeldzahlungen in den Ruin.

      Von 100 Entführten fehlt jede Spur. Es wurde viel Geld erpresst, der Staat wirkte machtlos, wenige Täter wurden gefangen. Die 'Ndrangheta hat mit den Entführungsmillionen den Grundstein für ihr Drogenimperium gelegt.

      Die Filmautorin Antonella Berta kennt die TV-Meldungen über Entführungen aus ihrer Kindheit in den italienischen Alpen. Das Thema war damals allgegenwärtig.

      Als 1980 drei deutsche Kinder entführt wurden, kam mit dem Schicksal der Familie Kronzucker, die in der Toskana Urlaub machte, das Thema auch in die deutschen Nachrichten. Das ganze Ausmaß der Entführungsindustrie blieb aber verborgen. Wie konnte die italienische Entführungsindustrie so lange Zeit existieren? Was ist aus den Opfern geworden? Und wer sind die Täter?

      Um Antworten auf ihre Fragen zu finden, begibt sich die Filmautorin auf eine Reise durch ihr Geburtsland - von den Alpen in die Toskana, von Sardinien nach Kalabrien. Sie begegnet ehemaligen Opfern, die monatelang im Wald, in Karsthöhlen oder in Löchern unter der Erde gefangen gehalten wurden. Sie fährt auch an die Orte, an denen die Entführerbanden ihre Opfer einsperrten, in die Barbagia auf Sardinien und den Aspromonte in Kalabrien.

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      Montag, 09.09.19
      23:15 - 00:10 Uhr (55 Min.)
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