• 14.04.2020
      11:50 Uhr
      In der Welt zuhause Indien, Varanasi: Heilige Stadt | arte
       

      Von den Pfahlhütten im Amazonas bis hin zu den Mikrohäusern der Metropole Tokio: Wohnraum kann ganz unterschiedlich gestaltet sein. Den verschiedenen Wohnformen liegt dabei jedoch stets dieselbe Frage zugrunde: Wie kann sich der Mensch den Raum zu eigen machen, um dort in Sicherheit, in Gemeinschaft und im Einklang mit der Umgebung zu leben? Der französische Philosoph Philippe Simay stellt ungewöhnliche Behausungen in aller Welt vor und erkundet, was die Architektur über die Lebensweise der Bewohner aussagt. Heute führt in seine Reise nach Nordindien in die heilige Stadt Varanasi am heiligen Fluss Ganges.

      Dienstag, 14.04.20
      11:50 - 12:15 Uhr (25 Min.)
      25 Min.
      Stereo HD-TV

      Von den Pfahlhütten im Amazonas bis hin zu den Mikrohäusern der Metropole Tokio: Wohnraum kann ganz unterschiedlich gestaltet sein. Den verschiedenen Wohnformen liegt dabei jedoch stets dieselbe Frage zugrunde: Wie kann sich der Mensch den Raum zu eigen machen, um dort in Sicherheit, in Gemeinschaft und im Einklang mit der Umgebung zu leben? Der französische Philosoph Philippe Simay stellt ungewöhnliche Behausungen in aller Welt vor und erkundet, was die Architektur über die Lebensweise der Bewohner aussagt. Heute führt in seine Reise nach Nordindien in die heilige Stadt Varanasi am heiligen Fluss Ganges.

       

      Stab und Besetzung

      Regie David Perrier

      Im Nordosten Indiens liegt eine der ältesten Siedlungen der Welt: Varanasi, einst Benares genannt. Die heilige Stadt am Ganges ist durch und für die Religion entstanden und zieht jährlich fast eine Million Pilger an. Heute erlebt Varanasi ein starkes Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum und strebt nach Modernisierung. Wie aber vertragen sich Moderne und Spiritualität? Fördert oder bremst der Glaubenseifer die Entwicklung der Stadt? Die schnell wachsende Drei-Millionen-Metropole ist nicht nur wegen ihrer Zweiteilung in einen administrativen und einen spirituellen Bereich durch viele Kontraste geprägt. Als heilige und zeitlose Stadt sieht sie sich durch den Zustrom von Pilgern und Touristen aus aller Welt mit einer sprunghaften Entwicklung konfrontiert. Noch bezeichnen die gläubigen Hindus das 3.000 Jahre alte Varanasi als die "ewige Stadt", doch sind mittlerweile viele der Architekturschätze vom Zerfall bedroht. Der Historiker Ojay Ratan Banerjee erkundet mit Philippe die labyrinthisch angelegten Gassen: Diese werden umso enger, je näher man sich in Richtung des heiligen Flusses bewegt, Autos fahren in diesen Straßen keine. Am Ufer des Ganges angekommen, hat man - so heißt es - räumlich und existenziell ein Ziel erreicht. Entlang der stufig angelegten Uferböschungen liegen die sogenannten Havelis: imposante Paläste, die zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert errichtet wurden. Heute lebt unter anderem der Priester Chotu Guru mit seiner Familie in einem der Gebäude. Trotz deren materieller Überalterung hat er tiefes Vertrauen in den Bestand der 400 Jahre alten steinernen Fassade, denn das tatsächliche Fundament der Stadt beruht auf noch viel mehr …

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      Dienstag, 14.04.20
      11:50 - 12:15 Uhr (25 Min.)
      25 Min.
      Stereo HD-TV

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 09.04.2020