• 14.02.2011
      03:20 Uhr
      Im Schatten des Bösen Der Krieg gegen die Frauen im Kongo - Dokumentation Deutschland 2007 | arte
       

      Im Nordosten des Kongo herrscht 2007 noch immer Krieg. Milizen marodieren durch die unwegsamen Wälder. Sie töten, plündern und brandschatzen. Auf ihren brutalen Streifzügen vergewaltigen und misshandeln sie systematisch Frauen und Kinder.

      Nacht von Sonntag auf Montag, 14.02.11
      03:20 - 04:20 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo

      Im Nordosten des Kongo herrscht 2007 noch immer Krieg. Milizen marodieren durch die unwegsamen Wälder. Sie töten, plündern und brandschatzen. Auf ihren brutalen Streifzügen vergewaltigen und misshandeln sie systematisch Frauen und Kinder.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Susanne Babila

      In Bukavu, der Hauptstadt der Provinz Süd-Kivu im Kongo befindet sich das Krankenhaus Panzi. Hier werden in erster Linie Frauen und Mädchen behandelt, die im kongolesischen Bürgerkrieg Opfer von Misshandlungen und Vergewaltigungen wurden. Filmemacherin Susanne Babila und ihr Team haben einige Frauen vier Wochen lang begleitet. Dabei sind sie Zeugen unvorstellbarer Menschenrechtsverbrechen geworden.
      Ndamosu M'Buefuh ist 70 Jahre alt. Sie wurde mehrmals vergewaltigt, ihr Ehemann und ihre fünf Kinder getötet. Die 30-jährige Ntakobajira M'Bisimwa wurde als Sexsklavin in einem Rebellenlager gefangen gehalten. Die 18-jährige Noella M'Mburugu musste diese Tortur drei Jahre lang aushalten. Sie gebar dort einen Sohn, den sie Amani nannte, was soviel bedeutet wie Frieden. Ihre Peiniger entrissen ihr das Kind und jagten sie fort, als sie krank wurde.
      Häufig finden die Vergewaltigungen öffentlich statt, im Angesicht von Kindern, Ehemännern und Großeltern. Frauen und Mädchen jeden Alters, sogar Babys, sind Opfer unvorstellbar grausamer sexualisierter Gewalt. Alle Opfer leiden unter extremen Angstzuständen und fürchten, wieder in ihre Heimatdörfer zurückkehren zu müssen, wenn die Behandlung im Krankenhaus abgeschlossen ist.
      Die Täter sind in Süd-Kivu vor allem Hutu-Milizen, die 1994 nach dem Völkermord in Ruanda im Nachbarland Kongo Zuflucht suchten. Sie finanzieren ihre Waffen mit der Ausbeutung von Rohstoffen. Die Provinz ist reich an Gold, Kassiterit und Coltan, das für die Herstellung von Laptops und Handys verwendet wird. Das Ziel der Verbrecher ist die Ausübung von Macht durch blanken Terror, durch Erniedrigung, Demütigung und Zerstörung. Vergewaltigung wird dabei systematisch als Kriegswaffe eingesetzt.

      Susanne Babila ist eine der Preisträgerinnen des "Juliane Bartel Preises 2004". Sie erhielt den Niedersächsischen FrauenMedienPreis für ihren Dokumentarfilm "Türkische Hochzeitsreisende - Familienehre vor Liebe".

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      Nacht von Sonntag auf Montag, 14.02.11
      03:20 - 04:20 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 13.11.2018