• 08.01.2020
      23:40 Uhr
      Ich weiß nicht, ob es allen so geht Dokumentation Frankreich 2019 | arte
       

      Vincent Delerm über sein Regiedebüt: "Ich wollte einen Film drehen, wie man ein Lied, ein Album oder ein Konzert schreibt. Drei Minuten an irgendeinem Ort verbringen. Mit einem anderen Menschen. Aus jeder Begegnung eine Aussage wählen, die diesen Menschen als Ganzes erfasst. Wie wenn man über einen Umweg zum Ziel gelangt, um dann weiterzuziehen, zum nächsten Menschen und zu dessen Art zu reden und zu empfinden. Neue Prioritäten, neue Handlungsmuster, neue Gefühls- und Lebenswelten."

      Mittwoch, 08.01.20
      23:40 - 00:40 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo HD-TV Original mit Untertitel

      Vincent Delerm über sein Regiedebüt: "Ich wollte einen Film drehen, wie man ein Lied, ein Album oder ein Konzert schreibt. Drei Minuten an irgendeinem Ort verbringen. Mit einem anderen Menschen. Aus jeder Begegnung eine Aussage wählen, die diesen Menschen als Ganzes erfasst. Wie wenn man über einen Umweg zum Ziel gelangt, um dann weiterzuziehen, zum nächsten Menschen und zu dessen Art zu reden und zu empfinden. Neue Prioritäten, neue Handlungsmuster, neue Gefühls- und Lebenswelten."

       

      Stab und Besetzung

      Regie Vincent Delerm

      Vincent Delerm über sein Regiedebüt: "Ich wollte einen Film drehen, wie man ein Lied, ein Album oder ein Konzert schreibt. Drei Minuten an irgendeinem Ort verbringen. Mit einem anderen Menschen. Aus jeder Begegnung eine Aussage wählen, die diesen Menschen als Ganzes erfasst. Wie wenn man über einen Umweg zum Ziel gelangt, um dann weiterzuziehen, zum nächsten Menschen und zu dessen Art zu reden und zu empfinden. Neue Prioritäten, neue Handlungsmuster, neue Gefühls- und Lebenswelten. Die meiste Zeit wusste ich nicht, was ich vorfinden und hören würde. Es ging darum, mit den Leuten lange, eher zufällig verlaufende Gespräche zu führen, und nur wenige Augenblicke, wenige Worte daraus zu verwenden. Ich wollte, dass es dem echten Leben mit seinen unterschiedlichen Stimmungen, Altersstufen, Menschen, seinen Kontrasten zwischen Schwarz-Weiß und Farbe möglichst nahekommt. Dass es nicht geradlinig verläuft, denn genau so ist das Leben. Im Verlauf der Dreharbeiten schrumpfte das Team immer weiter, um zu dieser ganz besonderen Intimität zu finden. Der Zuschauer wird zu jemandem, der plötzlich Zeuge eines persönlichen Gesprächs wird und daran teilnimmt. Der wenige Sekunden zuvor nicht ahnte, dass es darum geht, Artikel für die Zeitung "L'Equipe" zu schreiben, während man im Stadion sitzt, um das Spiel mit all seinen Emotionen mitzuerleben. Oder mit 23 Jahren "in da hood" unterwegs zu sein, Rap zu lieben und von einer Brennpunktschule zu kommen. Oder seit 40 Jahren jeden einzelnen Tag seines Lebens mit Stichworten in einem Notizbuch zu verewigen. Oder irgendwo auf dem Land eine Zukunft als Fußballspieler und Dogsitter zu planen. Oder der Fabrik den Rücken zu kehren, die einem das halbe Leben ruiniert hat. Oder an einem lauen Juli-Abend mit Freunden in den Canal Saint-Martin zu springen. Oder den großen Schauspieler Jean Rochefort bei seiner allerletzten Filmaufnahme in die Nacht entschwinden zu sehen. Ich wollte durch das Leben flanieren, durch die Gefühlswelten der Menschen, sie streifen, sie durchqueren. Ich wollte den Menschen mit dem Leben anderer Menschen ein Lächeln auf die Lippen zaubern, sie berühren, bevor sie ihr eigenes Leben wieder weiterleben. So einen Film wollte ich machen."

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      Mittwoch, 08.01.20
      23:40 - 00:40 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo HD-TV Original mit Untertitel

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 08.12.2019