• 27.09.2019
      18:30 Uhr
      Höllische Paradiese! Santiago, Atlantik | arte
       

      Die Menschen haben ein unglaubliches Talent, Naturparadiese in eine Hölle auf Erden zu verwandeln. Die Dokumentationsreihe erzählt von Trauminseln, die zu Strafkolonien gemacht wurden. Santiago, die Hauptinsel der im Atlantischen Ozean gelegenen Kapverden wurde durch den Sklavenhandel zum zweitreichsten Ort im portugiesischen Weltreich. Später erlangte die Insel traurige Berühmtheit durch das Campo do Tarrafal - das "Lager des langsamen Todes".

      Freitag, 27.09.19
      18:30 - 19:20 Uhr (50 Min.)
      50 Min.

      Die Menschen haben ein unglaubliches Talent, Naturparadiese in eine Hölle auf Erden zu verwandeln. Die Dokumentationsreihe erzählt von Trauminseln, die zu Strafkolonien gemacht wurden. Santiago, die Hauptinsel der im Atlantischen Ozean gelegenen Kapverden wurde durch den Sklavenhandel zum zweitreichsten Ort im portugiesischen Weltreich. Später erlangte die Insel traurige Berühmtheit durch das Campo do Tarrafal - das "Lager des langsamen Todes".

       

      Stab und Besetzung

      Regie Frank T. Mirbach
      Jürgen Vogt

      Die Kapverden im Atlantischen Ozean vor der Küste Afrikas bestehen aus knapp 15 Inseln. Mehr als die Hälfte der über 400.000 Einwohner lebt auf der Hauptinsel Santiago, dem Geburtsort der kreolischen Kultur. Dort errichteten die Portugiesen Mitte des 15. Jahrhunderts ihre erste Siedlung - Cidade Velha. Die prosperierende Stadt bekam das Monopol im Sklavenhandel und wurde in der Folge zum Dreh- und Angelpunkt für den Handel mit Menschen zwischen der Alten und der Neuen Welt. Als "Zwischenlager" diente Ribeira Grande, ein steiles Tal vor der Stadt. Verkauft wurde die menschliche Ware in der Kirche - einer der ältesten in Afrika.

      Das zweite Standbein der Kapverden wurde die Landwirtschaft. Schiffe zwischen Europa, Afrika und Amerika mussten versorgt und ausgerüstet werden. Auf den Feldern arbeitete eine Vielzahl von Sklaven. Die Insel wurde zur Keimzelle der kreolischen Kultur. Sie zeigt sich auf Santiago unter anderem im Batuco, der traditionellen Musik. Sie wird auf Stoffballen gespielt, da die portugiesischen Herren die afrikanischen Trommeln verboten hatten.

      Die einzigartige Lage der Insel zwischen Afrika und Amerika machte sie nicht nur für Kolonialmächte zum Trittbrett zwischen den Kontinenten. Auch viele wandernde Tierarten nutzen die Felsen im Meer als Rastplatz und Fixpunkt im Ozean. Dazu gehören Wale und Zugvögel, die früher gejagt wurden und heute streng geschützt werden.

      Die Dokumentation erzählt die tragische Vergangenheit der Inseln als Sklavenhochburg und Strafkolonie und zeigt ihre einzigartige Natur zwischen bis zu 2.800 Meter hohen Bergen und Traumstränden.

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