• 01.10.2019
      21:45 Uhr
      Gorbatschow - Eine Begegnung Dokumentarfilm Großbritannien 2018 | arte
       

      Eigentlich wollte er mit Glasnost und Perestroika die Sowjetunion reformieren. Tatsächlich ermöglichte er mit seiner Politik das Ende des Kalten Krieges und 1990 die Deutsche Einheit. Michail Gorbatschow - letzter Staatschef der UdSSR und Friedensnobelpreisträger - war ein Jahrhundertpolitiker. Wie blickt er heute auf sein Wirken? Werner Herzog und André Singer zeichnen ein filmisches Porträt des ehemaligen Politikers, der heute zurückgezogen bei Moskau lebt. Werner Herzog, bekannt für seine ungewöhnlichen und grenzüberschreitenden Interviews, ermöglicht einen Blick auf den Menschen hinter der Geschichte.

      Dienstag, 01.10.19
      21:45 - 23:15 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Eigentlich wollte er mit Glasnost und Perestroika die Sowjetunion reformieren. Tatsächlich ermöglichte er mit seiner Politik das Ende des Kalten Krieges und 1990 die Deutsche Einheit. Michail Gorbatschow - letzter Staatschef der UdSSR und Friedensnobelpreisträger - war ein Jahrhundertpolitiker. Wie blickt er heute auf sein Wirken? Werner Herzog und André Singer zeichnen ein filmisches Porträt des ehemaligen Politikers, der heute zurückgezogen bei Moskau lebt. Werner Herzog, bekannt für seine ungewöhnlichen und grenzüberschreitenden Interviews, ermöglicht einen Blick auf den Menschen hinter der Geschichte.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Werner Herzog
      André Singer

      Was jahrzehntelang unvorstellbar war, wird Ende des 20. Jahrhunderts innerhalb weniger Monate zur Realität: Die Sowjetunion fällt wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Die Teilrepubliken des immensen Einparteienstaates erkämpfen sich ihre Unabhängigkeit. Eigentlich wollte Michail Gorbatschow die Sowjetunion reformieren. Vom unbekannten Bauernjungen wurde er zu einem der jüngsten Mitglieder des Politbüros und schließlich zum Präsidenten der UdSSR. Michail Gorbatschow brachte Entwicklungen ins Rollen, die sein Land, aber auch die ganze Welt veränderten.
      Wie ist ihm das gelungen? Wie konnte er sich gegen den fest im Sattel sitzenden sowjetischen Führungszirkel durchsetzen? Und wie blickt er heute zurück auf sein Wirken, aber auch auf die untergegangene Sowjetunion? Die renommierten Regisseure Werner Herzog und André Singer gehen diesen Fragen auf den Grund. Sie wollen den Menschen und den Politiker Gorbatschow verstehen, der sich nach langem Abwägen dazu bereiterklärt hat, über seine Gedanken und seine Gefühle in dieser Zeit zu sprechen. Es ist eine Geschichte über große Siege und katastrophale Niederlagen, eine Achterbahnfahrt vom höchsten Amt des Staates bis zum Machtverlust.

      Herzog spricht zudem mit Wegbegleitern Gorbatschows, die in die Geschehnisse involviert waren. Und auch das private Leben Gorbatschows interessiert die Filmemacher: Gorbatschow und seine Familie - ein weiterer wichtiger Teil dieser beeindruckenden filmischen Begegnung, die uns den Menschen Michail Gorbatschow näherbringt.

      Schwerpunkt: 30 Jahre Fall des Eisernen Vorhangs
      Nachdem Ost und West jahrzehntelang geteilt und im Kalten Krieg von einer Politik der Abgrenzung geprägt waren, nimmt das lange unmöglich Geglaubte zunehmend Gestalt an. „Habt keine Angst!“, ruft Johannes Paul II. 1978 in Polen. Im folgenden Jahrzehnt nimmt der Anfang vom Ende des Eisernen Vorhangs seinen Lauf und mündet schließlich in eine völlige Umwälzung der politischen Machtverhältnisse. Anlässlich des 30. Jahrestages des Mauerfalls präsentiert ARTE dokumentarische, musikalische und filmische Erinnerungen an ein bewegtes Stück Zeitgeschichte. 1989 weht der „Wind of Change“ die Angst davon – und bringt die Freiheit.

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