• 28.04.2020
      21:45 Uhr
      "Nicht länger nichts." Geschichte der Arbeiterbewegung (1/4) Fabrik | arte Tipp
       

      Unterdrückung und Ausbeutung, Revolution und Reformen: Die Geschichte der Arbeiterbewegung beginnt im frühen 18. Jahrhundert in Europa. Im Zuge der Industrialisierung entstand im 19. Jahrhundert eine Gesellschaft, in der die Unterschiede zwischen Arm und Reich immer bedeutender wurden. Vor diesem Hintergrund begann die Arbeiterbewegung. Geleitet von Visionären wie Karl Marx oder Friedrich Engels setzte sich diese für eine bessere Arbeitswelt und einen Umbruch der Gesellschaft ein. Die vierteilige Dokumentation blickt auf die Geschichte der Arbeiterbewegung in ganz Europa von ihren Anfängen bis in die Gegenwart.
      Der erste Teil ...

      Dienstag, 28.04.20
      21:45 - 22:40 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo HD-TV

      Unterdrückung und Ausbeutung, Revolution und Reformen: Die Geschichte der Arbeiterbewegung beginnt im frühen 18. Jahrhundert in Europa. Im Zuge der Industrialisierung entstand im 19. Jahrhundert eine Gesellschaft, in der die Unterschiede zwischen Arm und Reich immer bedeutender wurden. Vor diesem Hintergrund begann die Arbeiterbewegung. Geleitet von Visionären wie Karl Marx oder Friedrich Engels setzte sich diese für eine bessere Arbeitswelt und einen Umbruch der Gesellschaft ein. Die vierteilige Dokumentation blickt auf die Geschichte der Arbeiterbewegung in ganz Europa von ihren Anfängen bis in die Gegenwart.
      Der erste Teil ...

       

      Stab und Besetzung

      Regie Stan Neumann

      Die Herausbildung eines neuen industriellen und kommerziellen Textilgewerbes bewirkte im England des beginnenden 18. Jahrhunderts die Landflucht von Kleinbauern und selbstständigen Webern. Um ihr Überleben zu sichern, bedienten sie fortan zusammen mit Tausenden anderen Lohnempfängern die mechanischen Webstühle in den riesigen Fabriken der Textilgroßhändler. Es war die Geburtsstunde der englischen Arbeiterklasse.
      Das profitorientierte Fabriksystem zwang die Arbeiter dazu, sich einer neuen Disziplin und Zeiteinteilung unterzuordnen. Im Zuge der industriellen Revolution im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts verschlimmerten sich die bereits ohnehin unmenschlichen Arbeitsbedingungen. Durch den Einsatz von neuen Maschinen wurden die Arbeiter zu bloßen Rädchen in der Produktionskette. Das war ein radikaler Umbruch. Doch mit Ausnahme einiger sporadischer und spontaner Aufstände ergaben sich die Arbeiter in ihr Schicksal und erduldeten die Ausbeutung.
      Es dauerte mehrere Jahrzehnte, bis sich organisierte Arbeiterbewegungen herausbildeten, die für bessere Arbeitsbedingungen kämpften. Dabei ging die Arbeiterbewegung im Geiste der Französischen Revolution von 1789 auch ein - teilweise schwieriges - Bündnis mit den britischen Liberalen ein. Ihre Forderungen waren sozialer und politischer Natur: die Regelung von Kinderarbeit, korrekte Löhne und Arbeitszeiten, gewerkschaftliche Freiheit, Streikrecht und allgemeines Wahlrecht. In den 1820er Jahren, nach jahrzehntelangen Niederlagen, war die britische Arbeiterklasse für den Aufstand gewappnet.

      Stan Neumann, 1949 in Prag, damals Tschechoslowakei, als Stanislav Neumann geboren, lebt in Paris, hat über 50 Dokumentarfilme und Dokumentarfilmreihen produziert und unterrichtet an der Filmschule Fémis.

      Wird geladen...
      Dienstag, 28.04.20
      21:45 - 22:40 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo HD-TV

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 10.04.2020