• 01.03.2021
      15:55 Uhr
      Georgien - Ein halbes Leben in Tuschetien Deutschland 2018 | arte Mediathek
       

      In der abgelegenen Bergregion Tuschetien im Nordosten Georgiens, an der Grenze zu Tschetschenien, findet das richtige Leben nur im Sommer statt. Erst wenn im späten Frühling der Schnee geschmolzen ist, wird die einzige Straße über den Pass befahrbar. Parallel zum Almauftrieb der Hirten kehren die Tuschen in die Dörfer ihrer Vorfahren zurück, um dort die traditionellen Sommerfeste abzuhalten. Auch der Georgier Suliko macht sich mit seiner Familie auf den Weg in die Berge. Die Straße nach Tuschetien gehört zu den gefährlichsten Straßen der Welt - und in diesem Sommer fordert sie für die Passage einen besonders hohen Preis.

      Heute
      15:55 - 16:50 Uhr (55 Min.)
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      VPS 16:00

      In der abgelegenen Bergregion Tuschetien im Nordosten Georgiens, an der Grenze zu Tschetschenien, findet das richtige Leben nur im Sommer statt. Erst wenn im späten Frühling der Schnee geschmolzen ist, wird die einzige Straße über den Pass befahrbar. Parallel zum Almauftrieb der Hirten kehren die Tuschen in die Dörfer ihrer Vorfahren zurück, um dort die traditionellen Sommerfeste abzuhalten. Auch der Georgier Suliko macht sich mit seiner Familie auf den Weg in die Berge. Die Straße nach Tuschetien gehört zu den gefährlichsten Straßen der Welt - und in diesem Sommer fordert sie für die Passage einen besonders hohen Preis.

       

      In der abgelegenen Bergregion Tuschetien im Nordosten Georgiens, an der Grenze zu Tschetschenien, leben die Tuschen, ein Hirtenvolk mit jahrhundertealten Traditionen, ein zweigeteiltes Leben: Den Winter verbringen sie im Tal am Fuß des Hohen Kaukasus oder in der Hauptstadt Tiflis. Doch sobald die Straße passierbar ist, zieht es alle Tuschen nach oben - selbst diejenigen, die nicht als Hirten arbeiten.

      Suliko und sein elfjähriger Sohn sind die ersten, die in diesem Jahr in ihr kleines Bergdorf Iliurta fahren. Ein Dreivierteljahr war niemand hier, die gut 20 Häuser sind mit Wildblumen und Kräutern umwachsen. Sobald im Sommer der Rest der Großfamilie und die Nachbarn anreisen, wird sich das Dorf mit Leben füllen.

      Hier gibt es weder Strom noch WLAN. Die Geschichten am allabendlichen Lagerfeuer ersetzen den Familien das Fernsehen, die Kinder verbringen den Sommer mit ihren Cousins und Cousinen draußen. Der Zusammenhalt der Gemeinschaft und das Weitergeben der Traditionen machen die Sommer in Tuschetien einzigartig.

      Inzwischen ist Georgien für den Tourismus entdeckt worden, und es entsteht auch in Tuschetien die Chance, etwas Geld zu verdienen. Sukzessive restaurieren Familien die alten Häuser ihrer Vorfahren. Suliko bringt im Sommer Wandergäste über die gefährliche Route in sein Dorf nach Tuschetien und ist damit der erste in der Familie, der im Tourismus arbeitet. Er möchte eine Unterkunft aufbauen, um sein Auskommen in den Bergen zu sichern und dauerhaft hier leben zu können.

      Die Dokumentation begleitet die Familie bei der alljährlichen Rückkehr in die bessere Hälfte ihres Lebens. Entstanden ist ein Film über eine gewachsene Gemeinschaft, die tiefe Verbundenheit mit den Traditionen eines Hirtenvolks vor der Kulisse einer atemberaubenden Natur.

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