• 03.12.2019
      07:15 Uhr
      GEO Reportage Saint-Pierre und Miquelon, Archipel in der Isolation | arte
       

      Saint-Pierre und Miquelon - direkt vor der Küste Neufundlands liegt der französische Archipel, vom Mutterland beinahe vergessen. Der Kabeljau machte die Inselgruppe über Jahrhunderte hinweg reich, bis ein französisch-kanadisches Abkommen seinen Fang wegen Überfischung untersagte. Heute ist auch die raue Schönheit der Inselnatur bedroht. „GEO Reportage“ zeigt die Menschen von Saint-Pierre und Miquelon in ihrem Konflikt zwischen Selbsterhalt und Verantwortung der Natur gegenüber.

      Dienstag, 03.12.19
      07:15 - 08:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo HD-TV

      Saint-Pierre und Miquelon - direkt vor der Küste Neufundlands liegt der französische Archipel, vom Mutterland beinahe vergessen. Der Kabeljau machte die Inselgruppe über Jahrhunderte hinweg reich, bis ein französisch-kanadisches Abkommen seinen Fang wegen Überfischung untersagte. Heute ist auch die raue Schönheit der Inselnatur bedroht. „GEO Reportage“ zeigt die Menschen von Saint-Pierre und Miquelon in ihrem Konflikt zwischen Selbsterhalt und Verantwortung der Natur gegenüber.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Laurent Cistac

      Der passionierte Naturforscher Roger Etcheberry lebt seit seiner Kindheit auf der zu Frankreich gehörenden Inselgruppe Saint-Pierre und Miquelon. Er weiß um die spezielle Mentalität der Menschen hier, die so knapp vor Kanada leben und doch im Herzen Franzosen sind: „Sie lieben die Freiheit. Sie glauben, weil sie isoliert auf einer Insel sind, können sie alles machen. Doch leider werden wir, wenn wir so weitermachen, nur schwer überleben.“
      Es war ein reiches Leben, jahrzehntelang geprägt von der Kabeljaufischerei. Doch die rücksichtslose Überfischung und das darauffolgende Fischereiverbot in den 90er Jahren haben die Wirtschaft auf dem Archipel zum Stillstand gebracht. Über Alternativen hat nie jemand nachgedacht - neben dem Fisch blieb nur der Reichtum der verletzlichen Natur zurück. Dass der Bestand vieler seltener Vogelarten, darunter der Gelbfuß-Regenpfeifer, dramatisch zurückgegangen ist und einige Pflanzenarten bereits ausgestorben sind, beunruhigt außer Roger Etcheberry nur wenige. Das soll sich nun ändern.
      Unterstützung kommt für den Naturforscher ausgerechnet aus der fernen französischen Metropole. Jean-Philippe Siblet vom Botanischen Garten in Paris erkundet die wenigen, vom Menschen noch unberührten Orte des Archipels und erklärt diese zum schützenswerten Naturdenkmal. Wasservögel wie der Papageientaucher können hier noch ungestört nisten und haben sich dem rauen, windigen Inselklima bestens angepasst. Nun liegt es an den Menschen, diesen Wesen einen Lebensraum zu erhalten und ihren Fortbestand zu sichern.

      „360° Geo Reportage“ präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.

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