• 23.02.2018
      20:15 Uhr
      Gefangen - Der Fall K. Fernsehfilm Deutschland 2018 | arte
       

      Lange waren die Vermögensberaterin Elke und der Automechaniker Wastl glücklich miteinander. Bis Elke sich mehr und mehr auf dubiose Finanztransaktionen einlässt, die ihr Erfolg auf der ganzen Linie bringen. Als ihr Mann diesen windigen Geschäften Einhalt gebieten will, trennt sie sich von ihm. Und geht noch weiter - der Vorwurf, ihr Mann habe sie geschlagen, bringt Wastl für lange Zeit in eine psychiatrische Klinik.

      Freitag, 23.02.18
      20:15 - 21:45 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Lange waren die Vermögensberaterin Elke und der Automechaniker Wastl glücklich miteinander. Bis Elke sich mehr und mehr auf dubiose Finanztransaktionen einlässt, die ihr Erfolg auf der ganzen Linie bringen. Als ihr Mann diesen windigen Geschäften Einhalt gebieten will, trennt sie sich von ihm. Und geht noch weiter - der Vorwurf, ihr Mann habe sie geschlagen, bringt Wastl für lange Zeit in eine psychiatrische Klinik.

       

      Wastl und Elke sind seit Jahren glücklich verheiratet. Sie ist eine erfolgreiche Vermögensberaterin, er ein gefragter Restaurator von Oldtimern. Mit der Zeit beginnt Elke, illegale Geschäfte für ihre Bank in der Schweiz zu tätigen. Mehrmals im Monat fährt sie dafür über die Grenze. Außerdem beginnt sie, an ihrer Bank vorbei Geschäfte für ihre Kunden zu machen.

      Elke ist berauscht von den neuen Möglichkeiten, die sich ihr bieten, möchte immer schneller auf der Überholspur leben. Die Entfremdung des Traumpaars von einst beginnt. Um seine Frau zur Aufgabe ihrer Schwarzgeldtransaktionen zu bewegen und sie vor Strafe zu bewahren, stellt er sie zur Rede. Er möchte das alte, glückliche Leben zurück. Doch sie will raus aus der Beziehung.

      Plötzlich steht die Anschuldigung im Raum, er habe Elke geschlagen. Es kommt zur Scheidung und zu einem Gerichtsverfahren, bei dem Wastl als gemeingefährlich eingestuft wird. Dazu werden Gutachten von Gutachtern zitiert, mit denen Wastl Kronach nie gesprochen hat. Er wird in die psychiatrische Klinik eingewiesen. Sein Aufenthalt dort wird immer wieder verlängert. Wastl ist dem System ausgeliefert. Sein Vertrauen in den Rechtsstaat ist erschüttert. Durch die dauerhafte Einweisung in eine psychiatrische Anstalt ist er vieler Freiheitsrechte beraubt.

      Nur mit Hilfe seines Dickschädels schafft er es, standhaft zu bleiben. Fremde, denen er zu vertrauen lernt, helfen ihm, sich Gehör zu verschaffen. Auch die Medien werden auf seinen Fall aufmerksam, und er kommt schließlich nach siebeneinhalb Jahren frei.

      2006 wurde Gustl Mollath wegen angelasteter Delikte für unzurechnungsfähig und gemeingefährlich erklärt und unschuldig in den psychiatrischen Maßregelvollzug eingewiesen. Erst 2011 wurden Zweifel an den Vorwürfen und an der Rechtsstaatlichkeit laut. 2014 wurde er schließlich freigesprochen, doch für viele hat seine Geschichte das Vertrauen in deutsche Strafprozesse ernsthaft beschädigt.

      Die Geschichte wurde nun erneut verfilmt, diesmal von dem Regisseur Hans Steinbichler und mit dem "Tatort"-Schauspieler Jan Josef Liefers in der Hauptrolle.

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      Freitag, 23.02.18
      20:15 - 21:45 Uhr (90 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 23.10.2018