• 08.02.2021
      20:15 Uhr
      Früchte des Zorns Spielfilm USA 1940 | arte Tipp
       

      John Fords sozialkritisches Drama entstand nach dem gleichnamigen Roman von John Steinbeck und erzählt die Geschichte der Familie Joad, die im Zuge der Wirtschaftskrise der 1920er-Jahre ihre Farm in Oklahoma verliert. Mit anderen entwurzelten Familien machen sich die Joads auf nach Kalifornien, um dort Arbeit zu finden. Dort erleben sie im ersten Auffanglager weiterhin Rechtlosigkeit und Ausbeutung. Der junge Tom (Henry Fonda) hat nichts mehr zu verlieren und wehrt sich…. Das American Film Institute zählt den für sieben Oscars nominierten Film zu den bedeutendsten amerikanischen Filmen.

      Montag, 08.02.21
      20:15 - 22:20 Uhr (125 Min.)
      125 Min.

      John Fords sozialkritisches Drama entstand nach dem gleichnamigen Roman von John Steinbeck und erzählt die Geschichte der Familie Joad, die im Zuge der Wirtschaftskrise der 1920er-Jahre ihre Farm in Oklahoma verliert. Mit anderen entwurzelten Familien machen sich die Joads auf nach Kalifornien, um dort Arbeit zu finden. Dort erleben sie im ersten Auffanglager weiterhin Rechtlosigkeit und Ausbeutung. Der junge Tom (Henry Fonda) hat nichts mehr zu verlieren und wehrt sich…. Das American Film Institute zählt den für sieben Oscars nominierten Film zu den bedeutendsten amerikanischen Filmen.

       

      Der Film erzählt von der Great Depression, die 1929 in den USA ihren Anfang nahm. Das erste Camp, welches Familie Joad in Kalifornien erreicht, ist an die damals weit verbreiteten "Hooverville"-Slums angelehnt, die in diversen Großstädten errichtet wurden.Das zweite, von der Regierung aufgestellte Camp ist an das 1936 in Kalifornien gebaute Weedpatch Camp angelehnt, welches die Migranten aus Oklahoma auffangen sollte. Der Leiter des Camps erinnert äußerlich an Präsident Franklin D. Roosevelt. Regisseur John Ford war damals Anhänger von Roosevelts progressivem Kurs. Der Film enthält viele seiner typischen Elemente: Sympathie mit den sozial niedrig Gestellten, die Wichtigkeit von Familie und Zusammenhalt, sowie beeindruckende Landschaftsaufnahmen.Produzent Darryl F. Zanuck hatte Sorge um die explizit linke Botschaft von John Steinbecks oft verbotener Romanvorlage. Tatsächlich riefen kalifornische Farmer zum Boykott des Films auf. Zanuck schickte private Ermittler nach Oklahoma, die jedoch erklärten, dass die Lage sogar noch erschreckender war, als Steinbeck sie schilderte. Im Gegensatz zur Romanvorlage gibt der Film der Polizei keine Mitschuld an der misslichen Lage der Migranten. Die Darstellung unfairer Geschäftspraktiken wurde ebenfalls gekürzt. Auch verleiht der Film dem Ende eine passivere, weniger radikale Note: Ursprünglich sollte der Film mit einer Aufnahme von Tom enden, der seine Familie zurücklässt und loszieht, um ein Gewerkschaftsaktivist zu werden. Zanuck sah dieses Ende als zu politisch und provokativ an, und übergab das Schlusswort stattdessen an Ma Joad.

      Regisseur John Ford hatte in seiner Jugend eine ähnliche Hungersnot in seiner Heimat Irland miterlebt. Die Erinnerung an diese prägte jahrelang sein Schaffen. Während der 1940er-Jahre engagierte Ford sich in der Regisseursgilde. Er wurde fünfmal mit dem Oscar ausgezeichnet, unter anderem als bester Regisseur für "Die Früchte des Zorns". Ford führte bei mehr als 140 Filmen Regie, darunter die noch heute bekannten Western "Stagecoach" und "Rio Grande". Ingmar Bergman bezeichnete ihn als großartigsten Regisseur aller Zeiten. Ford starb 1973 im Alter von 79 Jahren.

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      Montag, 08.02.21
      20:15 - 22:20 Uhr (125 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 23.01.2021