• 06.04.2020
      21:55 Uhr
      Freud intim Dokumentarfilm Frankreich 2019 | arte
       

      Sigmund Freuds Tochter Anna wurde im gleichen Jahr geboren wie die Psychoanalyse. Im Londoner Exil hält Anna beim Durchsehen der Korrespondenz von Freud ein Zwiegespräch mit ihm. Dabei entsteht das Doppelporträt des Vaters der Psychoanalyse und der Tochter, die er nicht gewollt hatte und die ihm auch nicht das liebste seiner Kinder war, der es aber dennoch gelang, ihren Platz in Freuds Geschichte der Psychoanalyse zu finden.Bekannte französische Schauspieler haben den Protagonisten dieses großen Familienromans ihre Stimmen geliehen.

      Montag, 06.04.20
      21:55 - 23:35 Uhr (100 Min.)
      100 Min.
      Stereo HD-TV

      Sigmund Freuds Tochter Anna wurde im gleichen Jahr geboren wie die Psychoanalyse. Im Londoner Exil hält Anna beim Durchsehen der Korrespondenz von Freud ein Zwiegespräch mit ihm. Dabei entsteht das Doppelporträt des Vaters der Psychoanalyse und der Tochter, die er nicht gewollt hatte und die ihm auch nicht das liebste seiner Kinder war, der es aber dennoch gelang, ihren Platz in Freuds Geschichte der Psychoanalyse zu finden.Bekannte französische Schauspieler haben den Protagonisten dieses großen Familienromans ihre Stimmen geliehen.

       

      Stab und Besetzung

      Regie David Teboul

      Wer Freuds Lebensgeschichte niederschreiben will, darf ihm nicht gehorchen, denn der Erforscher der Psyche sprach der Öffentlichkeit das Recht ab, mehr über seine persönlichen Verhältnisse, seine Kämpfe, Enttäuschungen und Erfolge zu erfahren.  Ein Biograf müsse lügen, beschönigen und gar sein eigenes Unverständnis verbergen, denn man könne die Wahrheit einer Biografie nicht besitzen, und besäße sie jemand, könnte er nicht darüber verfügen.

      David Teboul hat nicht gezögert, sich Freud zu widersetzen. Er zeichnet dieses Porträt anhand von dessen Briefwechsel, der sich als wichtigste Materie durch den Film zieht. Seine Korrespondenz weist Freud als einen der letzten großen Briefschreiber des Jahrhunderts aus. Er führte sogar ein Verzeichnis über seinen Briefwechsel und hielt fest, welche Briefe er schrieb, erhielt und erwartete. Korrespondenzen haben die europäische Kultur wesentlich geprägt; davon zeugen auch Freuds Briefe, in denen er die Entstehung und das Erstarken der psychoanalytischen Bewegung dokumentiert. Doch bei Freud gab es ein besonderes Bedürfnis, mit seinen Briefpartnern zu kommunizieren, in Kontakt zu bleiben und zu den anderen ein Band zu knüpfen, das es ihm gestattete, eine Beziehung zu pflegen, aber auch auf Abstand zu gehen.

      In diesem sehr persönlichen Porträt spricht Freud selbst im Präsens über sein Leben und Denken und tritt mit Zeitgenossen in Dialog. Er lässt den Zuschauer die Entstehung der Psychoanalyse ebenso miterleben wie auch seine Begeisterung und seinen Ehrgeiz, Enttäuschungen und Ernüchterungen. Durch freie Assoziation erfindet der Film Szenen aus Freuds Leben: Seine Begegnungen, Entdeckungen, Erfolge und Misserfolge werden als - oft traumartige - Reminiszenzen mit Gegenständen, Gesichtern, Stimmen, Landschaften, Menschengruppen und Einzelpersonen in Bezug gesetzt.In der französischen Fassung leihen berühmte französische Schauspieler Freud, seiner Tochter Anna und den anderen ihre Stimme: Matthieu Amalric als Freud, Isabelle Huppert als Anna, Catherine Deneuve in der Rolle von Freuds treuer Freundin und Lebensretterin Marie Bonaparte, Denis Podalydés, Jeanne Balibar, Sandrine Kiberlain…

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