• 06.11.2019
      15:50 Uhr
      Flüsse des Lichts Rio Ebro | arte
       

      Flüsse waren einst die ersten Highways. Auf ihnen reisten Wissen und Waren, Entdecker und Eroberer. Doch anders als im übrigen Europa tragen Spaniens und Portugals Ströme zur Isolation der zerklüfteten Halbinsel bei, statt den Zugang zu ihr zu erleichtern. Nur nahe ihrer Mündung sind sie schiffbar, dann verhindern Canyons und Katarakte die Weiterfahrt. Die fünfteilige Dokumentationsreihe nimmt den Zuschauer mit ins unbekannte Spanien und Portugal zu den fünf größten Flüssen der iberischen Halbinsel, wo Gestern und Heute eine faszinierende Mischung eingehen. Der Ebro ist mit 910 Kilometern Länge der zweitlängste Fluss der ...

      Mittwoch, 06.11.19
      15:50 - 16:40 Uhr (50 Min.)
      50 Min.

      Flüsse waren einst die ersten Highways. Auf ihnen reisten Wissen und Waren, Entdecker und Eroberer. Doch anders als im übrigen Europa tragen Spaniens und Portugals Ströme zur Isolation der zerklüfteten Halbinsel bei, statt den Zugang zu ihr zu erleichtern. Nur nahe ihrer Mündung sind sie schiffbar, dann verhindern Canyons und Katarakte die Weiterfahrt. Die fünfteilige Dokumentationsreihe nimmt den Zuschauer mit ins unbekannte Spanien und Portugal zu den fünf größten Flüssen der iberischen Halbinsel, wo Gestern und Heute eine faszinierende Mischung eingehen. Der Ebro ist mit 910 Kilometern Länge der zweitlängste Fluss der ...

       

      Stab und Besetzung

      Regie Michael Gregor
      Produktion Doc station

      Das Privileg der Mündung in die Biskaya bleibt dem Ebro verwehrt. Er entspringt im Kantabrischen Küstengebirge nahe dem Atlantik und damit auf der falschen Seite der Berge, was ihn auf seinem Weg zum Mittelmeer zu einem riesigen Umweg zwingt. Wenn in den Bergen der Schnee schmilzt, stürzt das Wasser dem Ebro entgegen. Im Bergnest Orbaneja verwandeln sich Gassen und Treppen zu einem gigantischen Wasserfall. Weltenbummler José María Martinez wurde hier sesshaft, restaurierte die historische Bausubstanz und eröffnete ein Gasthaus. Der Ort Laguardia liegt auf einem Felsstock hoch über dem Ebro-Tal. Er ist das Zentrum der Weinregion Rioja Alavesa, die stolz ihre Zugehörigkeit zum Baskenland betont. Winzer Javier San Pedro Ortega will aus alten Reben ungewöhnliche Tropfen keltern. Die Ebro-Niederung ist außergewöhnlich fruchtbar. In Buñuel betreibt Carlos Alvarez Gemüseanbau im großen Stil. Am Wochenende lässt Carlos alles hinter sich: Er braust im alten Jeep durch unwegsames Gelände. Dort, wo Spanien am trockensten ist, im Nationalpark Bardenas Reales. Eine Horrorkulisse: Spanien ohne Wasser. Ohne den Ebro gäbe es keine Energieversorgung und keine Bewässerung der Plantagen. Das riesige Flussdelta würde austrocknen, die Rückzugsgebiete für unzählige Vogelarten verschwinden. Die Aufnahmen des Tierfotografen Mariano Borell von prächtig rotgefiederten Flamingos wären nur noch Dokumente der Vergangenheit. Flussanrainer setzen sich dafür ein, dass es nicht so weit kommt. Im Delta wandeln Aktivisten industrielle Fischfarmen in Vogelbrutplätze um. Die Natur hat am Ebro viele Freunde.

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      Mittwoch, 06.11.19
      15:50 - 16:40 Uhr (50 Min.)
      50 Min.

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 16.10.2019