• 04.03.2018
      17:25 Uhr
      Elmyr de Hory - Der Jahrhundertfälscher Dokumentation Frankreich 2015 | arte
       

      Er war der Meisterfälscher des 20. Jahrhunderts: der ungarische Maler Elmyr de Hory, geboren 1906 in Budapest. Wie viele Werke von Picasso, Matisse und Modigliani noch von de Hory in Museen und Privatsammlungen hängen, wird man wohl nie erfahren. Nach bewegten Jahren auf der Flucht vor der Justiz saß er zuletzt, von Interpol gesucht, auf Ibiza fest. Die Dokumentation folgt neben der Lebensgeschichte von de Hory auch den Wegen der beiden Kunstbetrüger Fernand Legros und Réal Lessard. Das Trio brachte nach dem Zweiten Weltkrieg insgesamt mehr als tausend gefälschte Gemälde auf den Kunstmarkt.

      Sonntag, 04.03.18
      17:25 - 18:25 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo HD-TV

      Er war der Meisterfälscher des 20. Jahrhunderts: der ungarische Maler Elmyr de Hory, geboren 1906 in Budapest. Wie viele Werke von Picasso, Matisse und Modigliani noch von de Hory in Museen und Privatsammlungen hängen, wird man wohl nie erfahren. Nach bewegten Jahren auf der Flucht vor der Justiz saß er zuletzt, von Interpol gesucht, auf Ibiza fest. Die Dokumentation folgt neben der Lebensgeschichte von de Hory auch den Wegen der beiden Kunstbetrüger Fernand Legros und Réal Lessard. Das Trio brachte nach dem Zweiten Weltkrieg insgesamt mehr als tausend gefälschte Gemälde auf den Kunstmarkt.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Dimitri Pailhe

      Im Stil einer spannenden Ermittlung zeichnet die Dokumentation die Lebenswege dreier schillernder Figuren nach: Die des ungarischen Malers und Kunstfälschers Elmyr de Hory, des Franzosen Fernand Legros, ebenfalls berühmter Kunstbetrüger, und des Kanadiers Réal Lessard, ebenfalls Kunstfälscher und Liebhaber von Legros. Lessard war eine Figur wie aus einem Roman: Millionär im Alter von 25 Jahren und homosexueller Dandy, der Luxuslimousinen, Pelzmäntel, Zigarren, rauschende Feste und einen lockeren Lebensstil liebte. Er ging ein Verhältnis mit Legros ein, doch auch Elmyr de Hory dürfte sich in ihn verliebt haben.

      Das Trio, das eine komplizierte Dreiecksbeziehung führte, mischte nach dem Zweiten Weltkrieg den internationalen Kunstmarkt auf, indem sie ihn mit mehr als tausend gefälschten Gemälden überschwemmten. Picasso, Derain, Matisse, Chagall - alle großen Maler des 20. Jahrhunderts wurden von den Kunstfälschern kopiert. Sammler, renommierte Auktionshäuser und Museen weltweit ließen sich von den perfekt imitierten Meisterwerken hinters Licht führen. Sogar die Künstler selbst fielen darauf herein: Wie Kees van Dongen, der Authentizitätszertifikate für Gemälde unterzeichnete, bei denen kein einziger Pinselstrich von ihm selbst stammte - was wiederum für das Talent des Imitators spricht.

      Die besondere Begabung von Elmyr de Hory, der in München und Paris Kunst studiert hatte, bestand darin, dass er Gemälde nicht einfach fälschte, sondern Bilder "in der Manier von" malen konnte. Er besaß die geniale Gabe, sich in andere Maler einzufühlen, bis er genauso malte wie sie. Er glaubte, alle seine Fälschungen wären eigene Schöpfungen und er hätte die Originale durchaus verbessert.

      Stets auf der Flucht vor der Justiz führt die Fährte des Fälscher-Trios von Rio de Janeiro nach New York und von Los Angeles über Paris nach Ibiza. Die Dokumentation ist eine abenteuerliche Verfolgungsjagd auf der Spur der faszinierendsten Kunstbetrüger aller Zeiten.

      Wird geladen...
      Wird geladen...
      Sonntag, 04.03.18
      17:25 - 18:25 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo HD-TV

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 25.06.2018