• 07.05.2020
      10:20 Uhr
      Einer von uns: Der Homo sapiens Asien: Die große Reise | arte
       

      Vor 200.000 Jahren streifte der erste Homo sapiens durch die afrikanische Savanne, heute umfasst die Weltbevölkerung mehr als sieben Milliarden Menschen. Die Dokumentationsreihe erzählt die Geschichte, wie wir von Kontinent zu Kontinent wanderten, Asien durchquerten, Australien erreichten, Europa besiedelten und ganz Amerika eroberten. Als unsere Spezies in Afrika entstand, lebten noch andere, ältere Menschenarten. Welche Rolle spielten sie in unserer Evolution? Die Dokumentationsreihe stellt aktuelle Erkenntnisse der Evolutionsforschung vor. Sie stützt sich dabei auf neueste Studien aus Genetik, Archäologie und Anthropologie.

      Donnerstag, 07.05.20
      10:20 - 11:15 Uhr (55 Min.)
      55 Min.

      Vor 200.000 Jahren streifte der erste Homo sapiens durch die afrikanische Savanne, heute umfasst die Weltbevölkerung mehr als sieben Milliarden Menschen. Die Dokumentationsreihe erzählt die Geschichte, wie wir von Kontinent zu Kontinent wanderten, Asien durchquerten, Australien erreichten, Europa besiedelten und ganz Amerika eroberten. Als unsere Spezies in Afrika entstand, lebten noch andere, ältere Menschenarten. Welche Rolle spielten sie in unserer Evolution? Die Dokumentationsreihe stellt aktuelle Erkenntnisse der Evolutionsforschung vor. Sie stützt sich dabei auf neueste Studien aus Genetik, Archäologie und Anthropologie.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Nigel Walk

      Heute leben vier Milliarden Menschen in Asien, und alle gehören zur gleichen Art: Homo sapiens. Warum verließen die ersten Menschen den afrikanischen Kontinent, um nach Asien zu wandern? Welchen Weg wählten sie? Und wem sind sie unterwegs begegnet? Die Funde der Archäologen Laura Shackelford und Fabrice Demeter in Laos veränderten die bisherigen Theorien zur menschlichen Migration radikal: Sie fanden Teile eines menschlichen Schädels, der Frau von Tam Pa Ling. Mit 63.000 Jahren war dies das älteste Fossil in Ost- oder Südostasien, und es datierte das Auftauchen des modernen Menschen in diesem Teil der Welt um wenigstens 20.000 Jahre zurück. Diesem Fund zufolge migrierte der Homo sapiens also früher, als man bisher annahm. Der Archäologe Jeff Rose konnte dies mit dem spektakulären Fund von Tausenden von prähistorischen Werkzeugen in der Wüste von Oman belegen. Von der arabischen Halbinsel aus wanderten demnach die ersten Menschen nach Osten, nach Zentralasien, Nordindien und weiter. Genetische Untersuchungen wiederum belegen, dass sie sich mit der Gruppe der Denisova-Menschen paarten. Von dieser ausgestorbenen Menschenform gibt es nur wenige Funde: Zwei Zähne und ein Fingerknöchelchen sind alles, was Forscher bislang an fossilen Überresten bargen. Die Überbleibsel wurden im Jahr 2008 in einer Höhle im südsibirischen Altai-Gebirge entdeckt. In einer 41.000 Jahre alten Sedimentschicht bargen russische Archäologen winzige Knochenfragmente - vom Finger eines Kindes. Der Fingerknochen wurde zu dem schwedischen Genetiker Svante Pääbo geschickt, einem Pionier auf dem Gebiet urzeitlicher DNA. 2010 sorgte Pääbos Team international für Aufsehen, als sie das Genom eines Neandertalers sequenzierten. Zum ersten Mal war es gelungen, den genetischen Code einer ausgestorbenen menschlichen Art zu lesen. Die gleiche Technik setzten sie bei dem Fingerknochen aus Sibirien ein. Es scheint, als habe der Denisova-Mensch gewisse Gene an andere Frühmenschen-Arten weitergegeben - diese Auskreuzung könnte dazu beigetragen haben, dass der Homo sapiens überlebte und sich über den ganzen Planeten ausbreiten konnte.

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      Donnerstag, 07.05.20
      10:20 - 11:15 Uhr (55 Min.)
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