• 07.03.2018
      22:35 Uhr
      Eine iranische Frau Spielfilm Iran 2011 (Aynehaye Rooberoo) - Schwerpunkt: Weltfrauentag | arte
       

      Iran: Rana ist eigentlich eine eher "traditionelle" Frau. Dennoch ist sie gezwungen, Taxi zu fahren, um so die Schulden ihres Mannes abzubezahlen, der im Gefängnis sitzt. Sorgfältig verheimlicht Rana ihre Berufstätigkeit, die der klassischen Frauenrolle so sehr zuwiderläuft, vor ihrer Familie. Per Zufall trifft sie auf die reiche und rebellische Adineh, die ungeduldig auf einen Reisepass wartet, mit dem sie das Land verlassen und einer Zwangsehe entkommen kann. Die beiden Frauen werden sich gegenseitig unterstützen, aber Adineh verheimlicht Rana ein großes Geheimnis …

      Mittwoch, 07.03.18
      22:35 - 00:15 Uhr (100 Min.)
      100 Min.
      Stereo HD-TV Original mit Untertitel

      Iran: Rana ist eigentlich eine eher "traditionelle" Frau. Dennoch ist sie gezwungen, Taxi zu fahren, um so die Schulden ihres Mannes abzubezahlen, der im Gefängnis sitzt. Sorgfältig verheimlicht Rana ihre Berufstätigkeit, die der klassischen Frauenrolle so sehr zuwiderläuft, vor ihrer Familie. Per Zufall trifft sie auf die reiche und rebellische Adineh, die ungeduldig auf einen Reisepass wartet, mit dem sie das Land verlassen und einer Zwangsehe entkommen kann. Die beiden Frauen werden sich gegenseitig unterstützen, aber Adineh verheimlicht Rana ein großes Geheimnis …

       

      Ranas Mann sitzt im Gefängnis. Um den Lebensunterhalt für sich und ihren Sohn, aber auch die Kaution für ihren Mann aufbringen zu können, entscheidet sie sich schweren Herzens, Taxi zu fahren. Dieser Beruf ist für eine Frau im Iran völlig inakzeptabel; und Rana ist sehr darauf bedacht, diese Berufstätigkeit vor ihrer Familie zu verheimlichen.

      Als sie eines Tages Adineh fährt, findet sie in ihr eine wertvolle Komplizin. Adineh ist von zu Hause weggelaufen, um einer Zwangsehe zu entkommen. Sie ist wohlhabend und wartet ungeduldig auf ihren Reisepass, um das Land verlassen zu können. Was Rana nicht weiß: Adineh nennt sich eigentlich Eddy und ist intersexuell. Sie fühlt sich eher als Mann, soll jedoch von ihrer Familie als Frau verheiratet werden.
      "Une femme iranienne" zeigt die Widersprüche des Irans auf. In einem Land, in dem Frauen keine Rechte haben und in dem Homosexualität mit der Todesstrafe geahndet wird, unterstützt der Staat Familien bei der Finanzierung von Geschlechtsumwandlungen.

      Dass das Filmemachen im Iran mit einigen Schwierigkeiten verbunden ist, ist seit dem Berufsverbot von Jafar Panahi und seinen seitdem "heimlich" gedrehten Filmen kein Geheimnis mehr. Umso beachtenswerter ist es, dass es mit "Une femme iranienne" einer Gruppe von weiblichen Filmemacherinnen gelingt, einen wirklich kritischen Film zu produzieren. "Eine iranische Frau" war vor allem auf Festivals mit genderpolitischem Schwerpunkt erfolgreich und gewann 2012 den Grand Prix der Jury auf dem Chéries-Chéris-Festival. Auch auf dem Frameline Festival in San Francisco wurde er 2012 als bester Debütfilm ausgezeichnet. 2013 lief er auf dem International Human Rights Film Festival in Nürnberg.

      • Schwerpunkt: Weltfrauentag

      Selbstbestimmung über den eigenen Körper, Chancengleichheit in der Berufswelt, Ausweg aus der Gewalt und politisches Mitspracherecht - anlässlich des Weltfrauentags am 8. März widmet sich arte den Frauen und ihren Kämpfen rund um den Globus.

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      Mittwoch, 07.03.18
      22:35 - 00:15 Uhr (100 Min.)
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      Stereo HD-TV Original mit Untertitel

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 21.07.2018