• 31.05.2013
      20:15 Uhr
      Eine Insel namens Udo Spielfilm Deutschland 2010 | arte
       

      Udo ist unscheinbar und wird von seinen Mitmenschen ständig übersehen. Schon seit seiner Kindheit leidet er daran, zu der Gruppe der "Unsichtbaren" zu gehören. Mitunter lässt sich dies jedoch zum eigenen Vorteil nutzen, etwa um sich unauffällig an Kaffee und Kuchen seiner Mitmenschen zu bedienen oder um als Kaufhausdetektiv zu arbeiten. Es macht ihn aber auch zum einsamen Kauz. Doch damit scheint es ein Ende zu haben, als er plötzlich der Hotelfachfrau Jasmin begegnet, für die er sichtbar ist.

      Freitag, 31.05.13
      20:15 - 21:30 Uhr (75 Min.)
      75 Min.
      Stereo

      Udo ist unscheinbar und wird von seinen Mitmenschen ständig übersehen. Schon seit seiner Kindheit leidet er daran, zu der Gruppe der "Unsichtbaren" zu gehören. Mitunter lässt sich dies jedoch zum eigenen Vorteil nutzen, etwa um sich unauffällig an Kaffee und Kuchen seiner Mitmenschen zu bedienen oder um als Kaufhausdetektiv zu arbeiten. Es macht ihn aber auch zum einsamen Kauz. Doch damit scheint es ein Ende zu haben, als er plötzlich der Hotelfachfrau Jasmin begegnet, für die er sichtbar ist.

       

      Sie sind unter uns: Menschen, deren Wesen etwas so Durchschnittliches und Unscheinbares ausstrahlt, dass sie tatsächlich von niemandem wahrgenommen werden. Als eine Art "blinder Fleck" werden sie übersehen oder gar über den Haufen gerannt.

      Genau so ein "unsichtbarer" Mensch ist Udo. Schon so lange er denken kann, leidet er unter "Schwersichtbarkeit". Nur wenn er andere direkt anspricht oder sie berührt, bemerken diese, dass er existiert. Der Beruf des Kaufhausdetektivs ist daher wie für ihn geschaffen. Weil ihn sowieso keiner sieht, wohnt er unbehelligt in der Sportwarenabteilung seiner Arbeitsstelle in einem Zelt - wie ein gestrandeter Schiffbrüchiger auf einer privaten einsamen Insel. Nur die schrille Verkäuferin Amanda, die in Wahrheit ein Mann ist, kennt sein Geheimnis. So meistert Udo sein überschaubares Leben als Einzelgänger, bis er eines Tages von einer jungen Frau beim Stibitzen eines Kuchens in der Kaufhaus-Cafeteria erwischt und prompt beschimpft wird: Jasmin scheint der erste Mensch zu sein, der Udo sofort wahrnimmt. Die ehrgeizige Hotelfachfrau wirbelt sein bislang geregeltes Leben kräftig durcheinander und Udo hat zum ersten Mal Schmetterlinge im Bauch.

      Unterdessen fragt sich Jasmin, was es mit ihrer neuen Bekanntschaft auf sich hat. Ständig passieren mit Udo die seltsamsten Dinge: Beim gemeinsamen Essen im Restaurant wird er vom Kellner scheinbar ignoriert und auf der Gartenparty von Jasmins Freundin Nicki spricht er mit niemandem und fängt zum Schluss sogar Feuer. Sie stellt ihn zur Rede und Udo muss ihr gestehen, dass er für andere Menschen gewissermaßen unsichtbar ist. Jasmins Zuneigung tut das aber keinen Abbruch. Nach der ersten gemeinsamen Nacht im Kaufhaus-Zelt geschieht schließlich das Unglaubliche: Der frisch verliebte Udo ist plötzlich für jedermann sichtbar. Ein Umstand, mit dem er nicht richtig umzugehen weiß, denn in Sachen Konversation, Stil und Umgangsformen ist er nicht gerade ein Experte. So stolpert Udo von einem Chaos ins nächste und stellt die Beziehung zu Jasmin vor eine echte Zerreißprobe ...

      "Eine Insel namens Udo" ist der erste Kinofilm des 1977 in Köln geborenen Markus Sehr. Die Hauptrolle besetzte er mit Kurt Krömer. Der 1974 in Berlin geborene Berufskomiker begann nach der Schule zunächst eine Lehre als Herrenausstatter. Nebenbei hatte er seine ersten Auftritte im "Scheinbar Varieté Berlin" und machte sich so langsam einen Namen im Comedy- und Schauspielgeschäft.

      Für seine erste eigene Fernsehsendung, die "Kurt-Krömer-Show", erhielt er 2006 zwei Nominierungen für den Grimme-Preis. Ein Jahr später wurde er mit dem Deutschen Filmpreis in der Kategorie "Beste Comedy" ausgezeichnet und erhielt erneut eine Grimme-Preis-Nominierung für seine Show "Bei Krömers". Nach seiner ersten großen TV-Reihe "Darf ich bitten?" und zwei weiteren Nominierungen für den Grimme-Preis, konnte er bei seiner sechsten Nominierung 2011 schließlich den Grimme-Preis für seine Fernsehsendung "Krömer - Die internationale Show" mit nach Hause nehmen. Mit dem Engagement in "Eine Insel namens Udo" übernahm Kurt Krömer seine erste Kinohauptrolle.

      Seine Filmpartnerin Fritzi Haberlandt, Jahrgang 1975, studierte an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin. Erste Filmerfahrungen machte sie 1998 in "Die Braut" von Egon Günther. Für die Hauptrolle in "Kalt ist der Abendhauch" (2000) erhielt sie als "Beste Nachwuchsschauspielerin" den Bayerischen Filmpreis. Ihre Rolle in Hendrik Handloegtens "Liegen lernen" (2002) brachte ihr einen Deutschen Filmpreis ein. Neben August Diehl überzeugte sie in Andreas Kleinerts "Freischwimmer", der Thriller fand auf dem Filmfest in Venedig 2007 große Beachtung. 2006 spielte sie in Detlef Bucks preisgekröntem Kinder- und Jugendfilm "Hände weg von Mississippi". Für ihre Darstellung in "Ein spätes Mädchen" erhielt Fritzi Haberlandt im Jahr 2007 den Hessischen Fernsehpreis. Neben ihrer Tätigkeit in Kino und Fernsehen war und ist Fritzi Haberlandt auf zahlreichen renommierten Bühnen zu sehen, so am Hamburger Thalia Theater (2000-2006), am Berliner Maxim Gorki Theater (2006-2008) und am Wiener Burgtheater (seit 2009).

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      20:15 - 21:30 Uhr (75 Min.)
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