• 04.01.2015
      06:30 Uhr
      Ein Hauch von Freiheit Schwarze GIs, Deutschland und die US-Bürgerrechtsbewegung | arte
       

      Der Film erzählt die Geschichte afroamerikanischer Soldaten, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland stationiert waren: Die schwarzen GIs kamen nach Deutschland, um das Land von Rassismus und Unterdrückung zu befreien. Doch in der eigenen Armee, aber auch in ihrer Heimat herrschte strikte Rassentrennung. Zurück in den USA erlebten die schwarzen US-Armeeangehörigen das Gleiche wie vor dem Krieg: Rassentrennung und Diskriminierung waren ihr Alltag. Doch die Erfahrung der Freiheit ausgerechnet in den Ruinen Nazi-Deutschlands wurde ein Grundstein für die Überwindung der Rassentrennung in ihrem eigenen Land, den USA.

      Sonntag, 04.01.15
      06:30 - 08:00 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo HD-TV

      Der Film erzählt die Geschichte afroamerikanischer Soldaten, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland stationiert waren: Die schwarzen GIs kamen nach Deutschland, um das Land von Rassismus und Unterdrückung zu befreien. Doch in der eigenen Armee, aber auch in ihrer Heimat herrschte strikte Rassentrennung. Zurück in den USA erlebten die schwarzen US-Armeeangehörigen das Gleiche wie vor dem Krieg: Rassentrennung und Diskriminierung waren ihr Alltag. Doch die Erfahrung der Freiheit ausgerechnet in den Ruinen Nazi-Deutschlands wurde ein Grundstein für die Überwindung der Rassentrennung in ihrem eigenen Land, den USA.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Dag Freyer

      Von der deutschen Bevölkerung als Repräsentanten einer Siegermacht akzeptiert, erfuhren afroamerikanische Soldaten nach dem Krieg in Deutschland zum ersten Mal eine Art Gleichberechtigung. Sie konnten dieselben Orte betreten wie Weiße, Beziehungen zu weißen Frauen - im eigenen Land undenkbar - waren an der Tagesordnung. Der ehemalige US-Außenminister Colin Powell erinnert sich mit Blick auf seine Zeit in Deutschland an diesen "Hauch von Freiheit".

      Umso größer der Schock nach der Rückkehr aus dem Zweiten Weltkrieg. Zurück in den USA ereilte die schwarzen US-Armeeangehörigen das gleiche Schicksal wie vor dem Krieg: Rassentrennung und Diskriminierung waren ihr Alltag. In Deutschland hatten die Soldaten das Gegenteil erlebt. Diese Erfahrung der Freiheit verschaffte der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung massiven Auftrieb. Eine Ironie der Geschichte. Ausgerechnet in den Ruinen Nazi-Deutschlands wurde ein Grundstein gelegt für die Überwindung der Rassentrennung in den USA.

      Veteranen des Zweiten Weltkriegs erinnern sich in dem Dokumentarfilm von Dag Freyer an ihre Zeit in Deutschland und ihr politisches Engagement im eigenen Land. Etwa Leon Bass, der als junger Mann bei der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald dabei war und noch heute seine Stimme gegen Rassismus und Diskriminierung erhebt. Oder Harold Linton, der in Zeiten des Kalten Krieges für seine Rechte und die Liebe zu einer deutschen Frau kämpfte. Colin Powell spricht in einem seiner persönlichsten Interviews über seine Stationierung in Gelnhausen. Auch der Kongressabgeordnete John Lewis äußert sich erstmals über seine schwere Reise aus der Unterdrückung in die Freiheit. Diese Reise begann 1945 in Deutschland.

      Dokumentarfilm Deutschland 2013

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      06:30 - 08:00 Uhr (90 Min.)
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