• 07.11.2019
      22:30 Uhr
      Ein Engel verschwindet (1/3) Die Kindheit | arte
       

      Die zehnjährige Aurore lebt mit ihrer Mutter in der südfranzösischen Camargue. Oft flieht sie in die Sümpfe, um dort zu tanzen oder im Schilf herumzustreunen. Als sie eines Nachmittags wieder einmal ihrer Mutter entwischt, trifft sie sich mit ihrem besten Freund Chris auf dem Spielplatz ihres Viertels. Dort spielen der vierjährige Paulo und seine zweijährige Schwester Maya unbeaufsichtigt im Sandkasten. Im Streit um Paulos Süßigkeiten eskaliert die Situation: Es kommt zu Handgreiflichkeiten, Aurore sieht rot. Vor Chris' Augen erwürgt sie Paulo. Wie konnte diese Wahnsinnstat passieren? Und wohin ist die kleine Maya geflüchtet?

      Donnerstag, 07.11.19
      22:30 - 23:30 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo HD-TV

      Die zehnjährige Aurore lebt mit ihrer Mutter in der südfranzösischen Camargue. Oft flieht sie in die Sümpfe, um dort zu tanzen oder im Schilf herumzustreunen. Als sie eines Nachmittags wieder einmal ihrer Mutter entwischt, trifft sie sich mit ihrem besten Freund Chris auf dem Spielplatz ihres Viertels. Dort spielen der vierjährige Paulo und seine zweijährige Schwester Maya unbeaufsichtigt im Sandkasten. Im Streit um Paulos Süßigkeiten eskaliert die Situation: Es kommt zu Handgreiflichkeiten, Aurore sieht rot. Vor Chris' Augen erwürgt sie Paulo. Wie konnte diese Wahnsinnstat passieren? Und wohin ist die kleine Maya geflüchtet?

       

      Aurore ist zehn Jahre alt. Sie lebt mit ihrer alleinerziehenden Mutter in der südfranzösischen Camargue. Anstatt in die Schule zu gehen, streift sie allein durch die Sümpfe, tanzt oder treibt sich mit ihrem besten Freund herum, dem Nachbarsjungen Chris. Eines Nachmittags entwischt die hungrige Aurore ihrer Mutter und trifft sich mit Chris auf dem Spielplatz ihres Viertels. Dort spielen unbeaufsichtigt zwei kleine Kinder, der vierjährige Paulo und seine zweijährige Schwester Maya. Paulo und vor allem seine Kekse ziehen schnell Aurores Aufmerksamkeit auf sich.
      Als sich der kleine Junge weigert, ihr von seiner Knabberei etwas abzugeben, lockt Aurore ihn in ein verlassenes Gebäude. Die Situation eskaliert, es kommt zu Handgreiflichkeiten und Aurore verliert die Kontrolle: Vor Chris' Augen erwürgt sie Paulo. Nach einem anfänglichen Schock denkt das Mädchen nur noch daran, die Leiche loszuwerden. Die zweijährige Maya, heimliche Zeugin des Mordes, flieht unterdessen vom Tatort.
      Das Verschwinden der beiden kleinen Kinder bleibt nicht lange unentdeckt, bald suchen die Eltern und die Polizei die Stadt und die Sümpfe ab - und machen einen tragischen Fund. Maya wird immer noch vermisst, die Behörden kommen der erschreckenden Wahrheit immer näher und Aurore kann ihre Tat nicht länger leugnen …

      Laetitia Masson, bekannt für ihre Dramen "En avoir(ou pas)" (1995, Jurypreis Berlinale 1996), "À vendre" (1998) und "Love me" (1999), gibt dem Dreiteiler eine eigene, stringente Form und Reflexion über Selbstbestimmung, die auch durch die konzentrierte Beobachtung der Kleinmädchen- und Frauenfigur an ihre früheren Arbeiten anschließt. Die L'Association des Critiques de Séries (A.C.S.) zeichnete Laetitia Masson 2018 als beste Regisseurin für ihre Arbeit bei "Ein Engel verschwindet" aus. Elodie Bouchez als erwachsene Aurore und Lolita Chammah als die vom gewaltsamen Tod ihres Bruders für immer gezeichnete Maya geben durch ihre eindringliche Darstellung dem Drama, dessen Erzählzeit fast 30 Jahre umfasst, seine Spannung und Tiefe.

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      Donnerstag, 07.11.19
      22:30 - 23:30 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
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