• 06.05.2020
      09:50 Uhr
      Die Wildnis meldet sich zurück Neuengland, wo wieder Wälder wachsen | arte
       

      Wo der Mensch sich zurückzieht, macht er Platz für die Natur. Landschaften blühen wieder auf und werden zum Lebensraum für eine große Artenvielfalt. Innerhalb weniger Jahrzehnte ist das ökologische Gleichgewicht wieder im Lot; Flora und Fauna können sich entfalten. Ökosysteme, die ihre natürliche Eigendynamik zurückgewinnen, bringen auch dem Menschen vielfältigen Nutzen. In Nordamerika und in Europa sind einige Gebiete nicht wiederzuerkennen. Die dreiteilige Reihe "Die Wildnis meldet sich zurück" zeigt solche Regionen und veranschaulicht, wie die Natur sich den Weg zurück in die Freiheit bahnt.
      Neuengland gehört zu den ...

      Mittwoch, 06.05.20
      09:50 - 10:35 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo HD-TV

      Wo der Mensch sich zurückzieht, macht er Platz für die Natur. Landschaften blühen wieder auf und werden zum Lebensraum für eine große Artenvielfalt. Innerhalb weniger Jahrzehnte ist das ökologische Gleichgewicht wieder im Lot; Flora und Fauna können sich entfalten. Ökosysteme, die ihre natürliche Eigendynamik zurückgewinnen, bringen auch dem Menschen vielfältigen Nutzen. In Nordamerika und in Europa sind einige Gebiete nicht wiederzuerkennen. Die dreiteilige Reihe "Die Wildnis meldet sich zurück" zeigt solche Regionen und veranschaulicht, wie die Natur sich den Weg zurück in die Freiheit bahnt.
      Neuengland gehört zu den ...

       

      Stab und Besetzung

      Regie Vincent Perazio

      Neuengland erstreckt sich entlang der Küste im äußersten Nordosten der USA. Das sechs Bundesstaaten umfassende Gebiet mit Boston als größter Stadt gehört zu den waldreichsten Regionen der Vereinigten Staaten. Das war nicht zu allen Zeiten so. Einst wurde der Wald gerodet, kehrte zurück und bedeckt heute 80 Prozent des Gebietes von Neuengland, was einem Viertel der Fläche Frankreichs entspricht.
      Zeugen dieser wechselvollen Geschichte sind Reste von Steinmauern, die über Tausende von Kilometern durch das gesamte Waldgebiet verlaufen. Europäische Siedler errichteten sie als steinerne Grenzen zwischen den Parzellen, die dem Ackerbau und der Viehzucht dienten. Hierfür rodeten sie den Wald nach ihrer Ankunft auf dem nordamerikanischen Kontinent im 18. Jahrhundert. Mitte des 19. Jahrhunderts lockten die beginnende Industrialisierung und die fruchtbaren Böden der Great Plains die Siedler in den amerikanischen Westen.
      Sie verließen Neuengland, und der Wald konnte sich Schritt für Schritt erholen. Die Tiere hatten überlebt. Elche, Hirsche, Biber, Marder und Schwarzbären zeugen von einer Artenvielfalt, die noch vor einigen Jahrzehnten unvorstellbar gewesen wäre. Die Geschichte dieser Rückkehr zu einer weitgehend unberührten Natur bietet die einmalige Chance, die Mechanismen zu verstehen, die am Werk sind, wenn ein Ökosystem sein Gleichgewicht wiederfindet und ein Wald sich selbst erneuern kann.

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      Mittwoch, 06.05.20
      09:50 - 10:35 Uhr (45 Min.)
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      Stereo HD-TV

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 05.04.2020