• 04.11.2013
      17:30 Uhr
      Die Reise des Schmetterlings Schwerpunkt: Tag der Wissenschaft | arte
       

      Für die Mexikaner symbolisieren die amerikanischen Monarchfalter die Seelen ihrer Vorfahren, die auf die Erde zurückkehren, um eine göttliche Botschaft zu überbringen. Die in HD-Technik gedrehte, preisgekrönte Naturdokumentation begleitet die geheimnisvollen und faszinierenden Wanderfalter auf ihrer beeindruckenden Reise vom Norden Kanadas bis hin zu ihren Winterquartieren in Mexiko.

      Montag, 04.11.13
      17:30 - 18:25 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo HD-TV

      Für die Mexikaner symbolisieren die amerikanischen Monarchfalter die Seelen ihrer Vorfahren, die auf die Erde zurückkehren, um eine göttliche Botschaft zu überbringen. Die in HD-Technik gedrehte, preisgekrönte Naturdokumentation begleitet die geheimnisvollen und faszinierenden Wanderfalter auf ihrer beeindruckenden Reise vom Norden Kanadas bis hin zu ihren Winterquartieren in Mexiko.

       

      Es ist der "Tag der Toten" im Spätherbst im mexikanischen Bundesstaat Michoacán: Die Einheimischen warten auf die Ankunft der großen roten Schmetterlinge - die Amerikanischen Monarchfalter. Jahr für Jahr fallen am gleichen Tag Millionen von Amerikanischen Monarchfaltern in den Bergen von Michoacán in Mexiko ein, wo sie die Wintermonate verbringen. Hinter ihnen liegt eine erstaunliche Reise quer über den amerikanischen Kontinent. Auf dieser unglaublichen Reise beweisen die wunderschönen, zarten Geschöpfe nicht nur eine außergewöhnliche Ausdauer - die Länge der Reise bis Mexiko würde bei uns Menschen einer elfmaligen Erdumrundung entsprechen -, sondern auch ein hervorragendes Navigationsvermögen. Wie ihnen die Orientierung gelingt, ist bis heute ein Rätsel. So wie vieles der mehr als 5.000 Kilometer langen Odyssee der Schmetterlinge für die Wissenschaft bis heute ein Geheimnis ist.

      Alljährlich im Spätsommer gibt die Sonne den Schmetterlingen das Signal zum Aufbruch - an einem Septembertag, an dem sie nicht höher als 52 Grad über dem Horizont steht. Die Monarchfalter brechen einzeln oder in kleinen Gruppen auf, bevor sie sich Ende September zu riesigen Schwärmen zusammenschließen, die eine Länge von über 80 Kilometern erreichen können und sogar auf den Satellitenbildern der Meteorologen zu erkennen sind. Von nun an legen sie täglich rund 80 Kilometer zurück, überqueren die großen Seen Nordamerikas, die Städte des Mittleren Westens und die Great Plains, bis sie Mitte Oktober die mexikanische Grenze erreichen. Nun beginnt der gefährlichste Teil ihrer Reise: Sie müssen Hunderte Kilometer Wüste hinter sich bringen und die Berge der Sierra Madre überqueren. Unterwegs lauern überall Gefahren - Stürme bringen die Schmetterlinge vom Weg ab, Magneten verwirren sie, ultraviolette Strahlung stört sie und vom Himmel regnet es Pestizide. Wie viele Millionen der Falter am Wegesrand zurückbleiben, weiß niemand. Und auf diejenigen, die nach zwei Monaten endlich Mexiko erreichen, wartet eine neue Bedrohung. Das Überwinterungsquartier der Amerikanischen Monarchfalter, die Kiefernwälder in den Bergen von Michoacán, sind in Gefahr. Zwar wurden die Berge als offizielle Schutzgebiete für die Monarchfalter ausgewiesen, dennoch genehmigte die mexikanische Regierung 1986 einen selektiven Holzeinschlag.

      Die Dokumentation wurde mehrfach ausgezeichnet. So erhielt sie den Grand prix des Festival ParisScience, den Rockie Award for Best Wildlife and Natural History Program auf dem Banff World Television Festival sowie den Special Jury Award auf dem 41. WorldFest Houston International Film Festival. Außerdem war sie in der Auswahl für die News and Documentary Emmy Awards 2010.

      • Schwerpunkt: Tag der Wissenschaft

      Wie jedes Jahr im Oktober rückt Frankreich mit der "Fête de la Science" die Wissenschaft ins Zentrum der Öffentlichkeit. Universitäten, Museen und Unternehmen öffnen ihre Türen und laden Groß und Klein ein, das breite Spektrum der Wissenschaft auf eigene Faust zu entdecken. ARTE nimmt die "Fête de la Science" zum Anlass, am Samstag, den 12. Oktober, mit einer Vielfalt an Dokumentationen und Magazinen Naturwissenschaft und Technik in den Mittelpunkt des Programms zu stellen.

      Angefangen beim "Hobbit", einem rätselhaften Urmenschen, geht es in "Naica - Höhle der Riesen-Kristalle" weiter zu den größten bisher gefundenen Kristallen und den Geheimnissen ihrer Entstehung. Eine einzigartige Möglichkeit zur Erforschung unserer nächsten Verwandten - und damit auch unserer selbst - findet sich auf der karibischen Insel Cayo Santiago; auch bekannt als Monkey Island Sie wird ausschließlich von Affen bewohnt.

      Der heimischen Tierwelt widmet sich das Wissensmagazin "X:enius" in zwei Folgen: Zunächst den vom Aussterben bedrohten Eulen und Programmen zur ihrer Wiederansiedlung. Später den Dinosauriern, die zwar längst ausgestorben sind, uns aber weiter faszinieren und deren Erforschung längst nicht abgeschlossen ist. Kürzlich wurden in einem Steinbruch bei Hannover spektakuläre Spuren entdeckt, eine Weltsensation, deren Geheimnisse Paläontologen nun entschlüsseln.

      Am Abend geht es um einen großen alten Traum - den Traum vom Fliegen. Vom ersten Flug eines Heißluftballons Ende des 18. Jahrhunderts in "1783. Ein Mensch fliegt!" über Professor Oehmichens fliegende Senkrechtstarter bis hin zu Charles Nungesser und François Coli, die kurz vor Charles Lindbergh versuchten, den Atlantik zu überqueren und nie mehr gesehen wurden.

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