• 29.02.2020
      19:30 Uhr
      Die Hüterinnen der Farbe Dokumentation Deutschland 2019 | arte
       

      Im Süden Mexikos wird seit Jahrhunderten auf traditionelle, sehr arbeitsintensive Weise der Farbstoff Indigo aus der Indigopflanze gewonnen. Mit diesem Pigment färben die indigenen Frauen im Bergdorf Hueyápan ihre traditionelle Kleidung: den dunkelblauen Rock und ihre auf schwarzem Grund bunt bestickten Umhänge.
      Doch jetzt steckt das "blaue Gold" in der Krise, denn mangelnder Regen und dadurch schwache Ernten bedrohen den weiteren Anbau - und damit auch das überlieferte Wissen und die Traditionen der Färberinnen und Stickerinnen dieser Region. Die Frauen in Hueyápan geben jedoch nicht auf.

      Samstag, 29.02.20
      19:30 - 20:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Im Süden Mexikos wird seit Jahrhunderten auf traditionelle, sehr arbeitsintensive Weise der Farbstoff Indigo aus der Indigopflanze gewonnen. Mit diesem Pigment färben die indigenen Frauen im Bergdorf Hueyápan ihre traditionelle Kleidung: den dunkelblauen Rock und ihre auf schwarzem Grund bunt bestickten Umhänge.
      Doch jetzt steckt das "blaue Gold" in der Krise, denn mangelnder Regen und dadurch schwache Ernten bedrohen den weiteren Anbau - und damit auch das überlieferte Wissen und die Traditionen der Färberinnen und Stickerinnen dieser Region. Die Frauen in Hueyápan geben jedoch nicht auf.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Janina Möbius

      Sie nennen es das "blaue Gold": In dem kleinen Dorf Santiago Niltepec im Süden Mexikos im Bundesstaat Oaxaca stellt Octaviano Pérez Antonio das früher weltweit meistbegehrte Färbemittel Indigo noch in einem aufwendigen und jahrhundertealten Prozess aus der Indigopflanze her. Doch er weiß nicht, wie lange er von der Produktion noch leben kann.

      Seit dem Altertum ist Indigo eines der am meisten geschätzten und verbreiteten Färbemittel. Nicht nur Textilien werden mit Indigo gefärbt; bereits in vorkolonialer Zeit wurde es für Wandmalereien eingesetzt.

      Seit synthetisches Indigo auf dem Markt ist, hat es das natürliche Indigo schwer - zumal der Anbau und die Herstellung arbeitsintensiv und damit teuer sind.

      Für die Kunsthandwerkerinnen des Dorfes Hueyápan in der Sierra Norte de Puebla ist Indigo existenziell, denn sie färben die Garne, die sie zur Herstellung ihrer berühmten Umhänge und Trachten verwenden, nach uralten Rezepten mit natürlichen, pflanzlichen Färbemitteln wie dem Indigo.

      Doch auch ihr Dorf wird von billiger Textilware überschwemmt und längst nicht mehr alle Frauen wollen die aufwendig hergestellten bunten Trachten und Umhänge tragen. Cecilia Lino Bello befindet sich im Zwiespalt zwischen Traditionen und der Moderne: Sie arbeitet als Lehrerin und betreibt nebenbei noch einen Laden für Kunsthandwerk. Als indigene Frau ist es ihr wichtig, das Erbe und das überlieferte Wissen zu bewahren.

      Doch zunächst wird das mehrtägige Fest zu Ehren der Schutzheiligen der Kunsthandwerkerinnen - Santa Filomena - gefeiert. Schließlich ist die Färbe- und Stickkunst ihr zu verdanken.

      Dokumentation Deutschland 2019

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 08.07.2020