• 30.11.2019
      20:15 Uhr
      Die goldene Zeit in Andalusien Dokumentarfilm USA 2018 | arte Mediathek
       

      Das goldene Zeitalter Andalusiens zeigt, dass Beziehungen zwischen Religionen nicht durch Gewalt gekennzeichnet sein müssen. Es zeigt, wie destruktiv es ist, Nachbarn als Feinde anzusehen, nur weil ihr Glaube sich von dem eigenen unterscheidet. Und es ist ein Beweis dafür, wie befruchtend oder inspirierend es sein kann, Glaubensunterschiede mit Toleranz zu überbrücken.

      Samstag, 30.11.19
      20:15 - 21:50 Uhr (95 Min.)
      95 Min.

      Das goldene Zeitalter Andalusiens zeigt, dass Beziehungen zwischen Religionen nicht durch Gewalt gekennzeichnet sein müssen. Es zeigt, wie destruktiv es ist, Nachbarn als Feinde anzusehen, nur weil ihr Glaube sich von dem eigenen unterscheidet. Und es ist ein Beweis dafür, wie befruchtend oder inspirierend es sein kann, Glaubensunterschiede mit Toleranz zu überbrücken.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Michael Schwarz

      Die Geschichte dieser Dokumentation fand vor 500 Jahren ihr Ende und kann dennoch als Vorbild für die Gegenwart wirken. Das goldene Zeitalter Andalusiens ist ein Gegenentwurf zum 20. und 21. Jahrhundert, die vielerorts von blutigen, religiös und ethnisch motivierten Konflikten geprägt sind.

      Es ist eine für Europa bemerkenswerte Epoche, in der Juden, Christen und Muslime in einer pluralistischen Gesellschaft eine gemeinsame kulturelle Identität schaffen, die religiöse Unterschiede überwindet. Rund 800 Jahre währt diese Blüte spanischer Kultur - vom frühen 8. bis ins späte 15. Jahrhundert. „La Convivencia“ wird dieses Zusammenleben heute genannt, an die weltberühmte Kunstgegenstände, Literatur, Architektur und Musik erinnern. Das meiste davon ist islamisch geprägt. Selbst christliche Kirchen werden mit Segensprüchen in arabischer Schrift ausgeschmückt, denn die spanischen Christen haben die Kultur der muslimischen Eroberer angenommen.

      Es beginnt mit einem Prinzen aus dem Herrscherhaus der Umayyaden, der vor den Mördern seiner Familie fliehen muss. Er und seine Nachfolger bauen Córdoba zur glanzvollsten Stadt im mittelalterlichen Europa aus. Es endet mit der Reconquista, die im Namen des Christentums unendliches Leid über Juden und Muslime bringen sollte. Ihr vorausgegangen waren Jahrhunderte, in denen sich christliche und muslimische Fanatiker mehr und mehr bemerkbar machten - die spezifisch andalusische Kultur aber blühte dennoch.

      Die Dokumentation nimmt die Zuschauer mit auf eine Zeitreise zu den Zentren dieser Kultur: Córdoba, Sevilla, Toledo und Granada.

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 06.12.2019