• 26.04.2020
      01:55 Uhr
      Die getäuschte Frau Spielfilm Niederlande, Belgien, Deutschland 2015 | arte
       

      Wer ist diese Nina, die scheinbar ziellos als Mitfahrerin auf Lkws umherreist, in Raststätten und Autohöfen als Sängerin auftritt, Fernfahrerfeste besucht und keine Hemmungen vor Sex mit fremden Truckern hat? Ein Schicksalsschlag und tragische Enthüllungen haben sie auf diese Reise gebracht - und eine unglaubliche Tat vollbringen lassen, die zur Bewältigung notwendig war.

      Nacht von Samstag auf Sonntag, 26.04.20
      01:55 - 03:20 Uhr (85 Min.)
      85 Min.
      Stereo HD-TV

      Wer ist diese Nina, die scheinbar ziellos als Mitfahrerin auf Lkws umherreist, in Raststätten und Autohöfen als Sängerin auftritt, Fernfahrerfeste besucht und keine Hemmungen vor Sex mit fremden Truckern hat? Ein Schicksalsschlag und tragische Enthüllungen haben sie auf diese Reise gebracht - und eine unglaubliche Tat vollbringen lassen, die zur Bewältigung notwendig war.

       

      Als Boris bei einem Unfall ums Leben kommt, gerät Ninas Welt aus den Fugen. Sie hat nicht nur den Verlust des Partners und des Vaters der gemeinsamen Tochter zu bewältigen, sondern muss auch erkennen, dass sie den Menschen, dem sie sich so nahe glaubte, kaum kannte. Denn Boris, von Beruf Fernfahrer, führte jahrelang ein Doppelleben mit einer anderen Frau, mit der er sogar Kinder hatte.
      Um dem Alltag zu entfliehen, taucht Nina in der Welt der Trucker unter, hat bedeutungslosen Sex mit Fremden und Gesangsauftritte in Raststätten und Autohöfen. Bis sie dem Fernfahrer Matthias begegnet, der ihrem Leben wieder Halt geben könnte … "Die getäuschte Frau" handelt von der Suche einer enttäuschten und betrogenen Frau nach der eigenen Identität und einem Weg zurück ins Glück.
      Wie Sacha Polaks Debütfilm "Hemel" zeichnet auch "Die getäuschte Frau" ein differenziertes Frauenbild jenseits von Klischees, ohne moralische Wertungen, dafür aber genau und einfühlsam. Polak und Drehbuchautorin Helena van der Meulen erzählen Ninas Geschichte nicht chronologisch, sondern beginnen irgendwo in der Mitte mit einer traumatisierten Hauptfigur, deren Vorgeschichte sich nach und nach entschlüsselt, so dass ihr zunächst verstörendes Verhalten immer verständlicher wird. Nina ist keine Frau wie viele andere. Aber eine, an der das Ungewöhnliche exemplarisch werden kann.

      Die niederländische Regisseurin Sacha Polak, Jahrgang 1982, studierte Filmregie an der Netherlands Film and Television Academy sowie am Binger Filmlab in Amsterdam. Ihr Spielfilmdebüt "Hemel" lief 2012 auf der Berlinale und erhielt den FIPRESCI-Preis des Verbands internationaler Filmkritiker. "Die getäuschte Frau", Polaks zweiter Spielfilm, war Teil des ersten "Berlinale Residency"-Programms, hatte 2015 im Forum der Berlinale Premiere und wurde mit dem CICAE Art Cinema Award ausgezeichnet.

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      Nacht von Samstag auf Sonntag, 26.04.20
      01:55 - 03:20 Uhr (85 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 01.04.2020