• 26.06.2020
      12:10 Uhr
      Die gefährlichsten Schulwege der Welt Mexiko | arte
       

      Die Kupferschlucht in Nordmexiko gehört wohl zu den beeindruckendsten Naturlandschaften der Welt: Fast zwei Kilometer tiefe Schluchten durchziehen den gewaltigen Gebirgszug. Hier ist das Volk der Tarahumara zu Hause, einer der letzten Indianerstämme Amerikas. In den verwinkelten Tälern der Barranca del Cobre machen die Kinder sich auf den Weg. Vom tiefsten Punkt des Canyons müssen die Schüler bis auf rund 1.950 Meter hinaufklettern, denn ihre Schule liegt auf einem Tafelberg. Die Schüler müssen eine rutschige Schlucht passieren und im Anschluss einen reißenden Gebirgsfluss überqueren.

      Freitag, 26.06.20
      12:10 - 12:50 Uhr (40 Min.)
      40 Min.
      VPS 12:15
      Stereo HD-TV

      Die Kupferschlucht in Nordmexiko gehört wohl zu den beeindruckendsten Naturlandschaften der Welt: Fast zwei Kilometer tiefe Schluchten durchziehen den gewaltigen Gebirgszug. Hier ist das Volk der Tarahumara zu Hause, einer der letzten Indianerstämme Amerikas. In den verwinkelten Tälern der Barranca del Cobre machen die Kinder sich auf den Weg. Vom tiefsten Punkt des Canyons müssen die Schüler bis auf rund 1.950 Meter hinaufklettern, denn ihre Schule liegt auf einem Tafelberg. Die Schüler müssen eine rutschige Schlucht passieren und im Anschluss einen reißenden Gebirgsfluss überqueren.

       

      Jeden Montag kämpft sich der kleine Lorenzo alleine über rutschige Geröllhalden, vorbei an steil abfallende Schluchten. Alles nur damit er die Schule besuchen kann und im Internat etwas zu essen bekommt. Der 6-jährige lebt im Nordwesten Mexikos in der weitläufigen Sierra Madre Occidental. Die Heimat seines Volkes, den Rarámuri.

      Die Indios leben noch wie vor 500 Jahren tief versteckt in den Bergen und haben kaum Kontakt zu Außenwelt. Ackerbau und Viehzucht bestimmen ihren Lebensalltag. Die Armut ist groß bei den Rarámuri. Um ihr zu entrinnen überwindet Lorenzo auf seinem gefährlichen Schulweg mehr als 1.000 Höhenmeter. Einmal kurz unkonzentriert, ein unvorsichtiger Schritt und Lorenzo stürzt ab.

      Mit ihm drücken Teresa, Angela und Philomena die Schulbank. Die 6-, 8- und 9-jährigen Schwestern können von ihrem Zuhause auf einem Hochplateau aus die Schule auf dem gegenüberliegenden Berg sehen. Doch um dort hinzukommen müssen sie stundenlang über schmale Felswege vorbei an scharfen Felskanten balancieren, einen Bach überqueren und kurz vor dem Ziel noch einmal steil bergauf auf allen Vieren über glatte Felsen klettern. Bei Regen ist ihr Weg kaum zu schaffen, denn dann verwandelt sich der Bach innerhalb von Minuten in einem reißenden Strom, und die Felsen werden rutschig wie eine Eisfläche.

      Auf ihrem Weg in die Schule sind die Kinder völlig auf sich alleine gestellt. Bis zu vier Stunden marschieren sie durch eine der schönsten, aber auch gefährlichsten Landschaft Mexikos. Alle haben dabei nur ein Ziel vor Augen: Später eine Arbeit in einer Stadt finden und ein besseres Leben führen.

      Sie kämpfen sich bei minus 36 Grad durch eisige Weiten, klettern auf 1.950 Meter hohe Berge oder riskieren ihr Leben in maroden Booten. Ihre Pfade führen sie durch spektakuläre Naturlandschaften und manchmal dauert es Tage, bis sie ihr Ziel erreichen: Schüler auf dem Weg zur Schule. Nach dem großen Erfolg der ersten Staffel hat ARTE sich noch einmal auf die Spuren der gefährlichsten Schulwege der Welt begeben.

      Ein Film von Marc Kosak

      Dokumentationsreihe Deutschland 2014

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      Freitag, 26.06.20
      12:10 - 12:50 Uhr (40 Min.)
      40 Min.
      VPS 12:15
      Stereo HD-TV

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 13.07.2020