• 03.05.2020
      05:45 Uhr
      Die Flüchtlinge von Saint-Jouin Dokumentation Frankreich 2017 | arte
       

      Saint-Jouin-Bruneval ist eine friedliche 1.500-Seelen-Gemeinde in der Normandie. Ihr Bürgermeister beschließt eines Tages, eine Flüchtlingsfamilie in einer leerstehenden Wohnung unterzubringen. Ein schwieriges Unterfangen in einem Dorf, in dem die rechtsextreme Partei Front National die erste Runde der Präsidentschaftswahlen gewann. Und der Bürgermeister trifft auch an unerwarteten Stellen auf Widerstand … 15 lange Monate dauert es, bis die Familie endlich eintrifft. Wie werden die Einwohner reagieren?

      Nacht von Samstag auf Sonntag, 03.05.20
      05:45 - 06:45 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo HD-TV

      Saint-Jouin-Bruneval ist eine friedliche 1.500-Seelen-Gemeinde in der Normandie. Ihr Bürgermeister beschließt eines Tages, eine Flüchtlingsfamilie in einer leerstehenden Wohnung unterzubringen. Ein schwieriges Unterfangen in einem Dorf, in dem die rechtsextreme Partei Front National die erste Runde der Präsidentschaftswahlen gewann. Und der Bürgermeister trifft auch an unerwarteten Stellen auf Widerstand … 15 lange Monate dauert es, bis die Familie endlich eintrifft. Wie werden die Einwohner reagieren?

       

      Stab und Besetzung

      Regie Ariane Doublet

      Saint-Jouin-Bruneval ist eine kleine Gemeinde in der Normandie: 1.500 Einwohner, eine Bäckerei, ein Metzger, ein Friseur und ein kleines Lebensmittelgeschäft. Dazu 15 Bauernhöfe, ein schöner Strand und eine Grundschule. Eines Tages beschließt der Bürgermeister, im Sinne der Willkommenskultur eine Flüchtlingsfamilie in einer leerstehenden Wohnung über der Metzgerei unterzubringen. Den Gemeinderat kann er überzeugen, doch gewonnen ist die Sache noch lange nicht. Im Dorf holte die rechtsextreme Partei Front National die meisten Stimmen in der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahlen … Dennoch finden sich einige Freiwillige, die die Wohnung streichen und Möbel und Teppiche spenden: "Muslime sollen ja Teppiche mögen". Die Flüchtlingsfamilie kann kommen … Nur einige anonyme Graffiti - "Syrer - nein danke!" - und vom Dorfpolizisten aufgeschnappte Kommentare deuten darauf hin, dass sich längst nicht alle mit der Idee angefreundet haben. Frankreich nimmt Flüchtlinge, aller großen Erklärungen zum Trotz, nur stellenweise auf; und erst nach 15 Monaten voller Verzögerungen und verworrener Erklärungen seitens der Präfektur darf die Familie endlich einziehen. Der Großvater, ein ehemaliger Journalist und Widerständler gegen Baschar al-Assad, dankt Frankreich sofort für die Gastfreundschaft. Die Großmutter hat schon zwei Kinder im Krieg verloren; sie kommt mit ihrem letzten Sohn, dessen Frau und ihrem kleinen Kind. Alle sind erleichtert, endlich in Sicherheit zu sein - auch wenn man hinter ihrer scheinbaren Gelassenheit das Drama erahnt, das sie als Verfolgte im syrischen Bombenhagel erlebt haben. Um die Integration der Familie zu erleichtern und die Atmosphäre zu entspannen, organisiert der Bürgermeister einige Treffen, bei denen er die Neuankömmlinge vorstellt und ihre Geschichte erzählt. Und irgendwann gibt sogar der Dorfpolizist zu: "Eigentlich sind sie ja ganz nett!". Eine einfühlsame Dokumentation über die französische Willkommenskultur, bei dem sich viele Vorurteile am Ende in Luft auflösen.

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      Nacht von Samstag auf Sonntag, 03.05.20
      05:45 - 06:45 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo HD-TV

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 05.04.2020