• 03.12.2010
      20:15 Uhr
      Die Falle Spielfilm Serbien/Deutschland/Ungarn 2006 (Klopka / The Trap) - Schwerpunkt: ARTE FilmFestival | arte
       

      Um seinem schwer herzkranken Sohn die lebensrettende Operation im Ausland zu ermöglichen, lässt sich ein Familienvater als Auftragskiller anheuern.

      Freitag, 03.12.10
      20:15 - 22:00 Uhr (105 Min.)
      105 Min.
      Stereo

      Um seinem schwer herzkranken Sohn die lebensrettende Operation im Ausland zu ermöglichen, lässt sich ein Familienvater als Auftragskiller anheuern.

       

      Mladen und Marija sind ein junges und glückliches Belgrader Ehepaar. Marija ist Lehrerin an einer Schule, Mladen Bauingenieur in einer staatlichen Baufirma. Ihre ganze Freude ist ihr zehnjähriger Sohn Nemanja. Als dieser einen plötzlichen Herzanfall erleidet, müssen sie erfahren, dass Nemanja an einer seltenen Krankheit leidet, die eine Operation in einer ausländischen Fachklinik erforderlich macht. Der ärztliche Eingriff und die Reise kosten 30.000 Euro. Und diese Summe müssen sie sehr bald auftreiben, denn jede weitere Attacke kann für Nemanja lebensbedrohlich werden.

      Schon bald müssen sie feststellen, dass sie diese Summe unmöglich aufbringen können. Banken verweigern ihnen einen Kredit, und Freunde haben nicht genug Geld. Mladen und Marija geben eine Anzeige auf, in der sie um finanzielle Hilfe für die Operation bitten. Nach einigen Wochen meldet sich telefonisch ein mysteriöser Mann. Er macht Mladen ein ungewöhnliches Angebot. Er will ihm den gesamten Betrag geben. Als Gegenleistung soll Mladen einen Geschäftsmann ermorden. Der mysteriöse Auftraggeber stellt die Aktion als einfaches Tauschgeschäft dar: das Leben eines ungeliebten, brutalen Kriminellen gegen das Leben eines unschuldigen, geliebten Kindes.
      Empört lehnt Mladen zunächst ab. Doch als Nemanja einen zweiten, beinahe tödlichen Anfall erleidet, führt Mladen am gleichen Abend den Auftrag aus. In der Zeitung liest er über das Opfer, erfährt etwas über dessen kriminelle Geschäfte und Verbindungen. Mladen geht zur Beerdigung, wo er sieht, welches Leid er über Frau und Tochter des Ermordeten gebracht hat. Auf seltsame Weise fühlt er sich mit Jelena und Isidora verbunden, die er durch seine Tat ins Unglück gestürzt hat.

      Für seine Frau vollkommen unverständlich verändert Mladen sein Verhalten immer mehr. Während er eine eigentümliche Nähe zu der Witwe Jelena fühlt und schließlich auch herstellt, leidet seine Beziehung zu Marija. Zu allem Überfluss hört er auch nichts mehr von seinem Auftraggeber wegen der Zahlung des Geldes. Mladen sieht sich betrogen und weiß nicht mehr, wie er dem Druck noch länger standhalten kann, den das furchtbare Geheimnis auf ihn ausübt. Wird es ihm gelingen, sich aus eigener Kraft aus dieser Falle zu befreien?

      Drehbuch nach einem Theaterstück von Nenad Teofilovic.

      "Die Falle" ist ein Film über einen durchschnittlichen Mann, der gezwungen ist, über Leben und Tod seines eigenen Kindes zu entscheiden. Es ist ein Film über das moralische Dilemma seines Protagonisten, der das Leben seines Sohnes retten kann, indem er zum Mörder wird. Es ist die Geschichte eines Mannes, der sich auf ein Tauschgeschäft zwischen Leben und Tod einlässt, seinem eigenen Leiden ein Ende bereiten kann, indem er andere ins Unglück stürzt.
      In gewisser Weise ist "Die Falle" eine zeitgenössische Balkan-Version von "Schuld und Sühne". "Die Falle" ist aber auch ein bildgewaltiger und packend erzählter Film über den Zusammenbruch des moralischen Wertesystems in einem durch Bürgerkrieg und Gewalt traumatisierten Land. Im Jahr 2007 wurde "Die Falle" unter anderem mit dem Fipresci-Preis in der Kategorie "Bester Film" (Srdan Golubovic) auf dem goEAST Film Festival in Wiesbaden sowie 2008 mit dem Großen Preis des Sofia International Filmfestivals und im selben Jahr mit dem Publikumspreis des Trieste Film Festivals ausgezeichnet.

      Mehr zum ARTE FilmFestival im Internet.
      Die Zuschauer können vom 22. November bis zum 4. Dezember im Internet über ihren Lieblingsfilm (Spielfilm und Kurzfilm) abstimmen und damit den ARTE-Publikumspreis vergeben. An jedem Festivaltag gibt es einen Chat mit einem Regisseur.

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      Freitag, 03.12.10
      20:15 - 22:00 Uhr (105 Min.)
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      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 26.05.2019