• 01.03.2021
      23:30 Uhr
      Die allseitig reduzierte Persönlichkeit Deutschland 1978 | arte Tipp
       

      In ihrer Doku-Fiktion schildert die Regisseurin und Hauptdarstellerin Helke Sander aus feministischer Perspektive das allgemeingültige Dilemma einer berufstätigen Frau und alleinerziehenden Mutter im Westberlin der 70er Jahre. In ironischer Anspielung auf die in der DDR propagierte "allseitig entwickelte Persönlichkeit" zeigt der Film Edda Chiemnyjewski, eine Frau, die in allen Belangen ständig Abstriche machen muss. Ein Film voller Selbstironie, der seine Aktualität auch heute nicht eingebüßt hat.

      Montag, 01.03.21
      23:30 - 01:10 Uhr (100 Min.)
      100 Min.
      VPS 23:35

      In ihrer Doku-Fiktion schildert die Regisseurin und Hauptdarstellerin Helke Sander aus feministischer Perspektive das allgemeingültige Dilemma einer berufstätigen Frau und alleinerziehenden Mutter im Westberlin der 70er Jahre. In ironischer Anspielung auf die in der DDR propagierte "allseitig entwickelte Persönlichkeit" zeigt der Film Edda Chiemnyjewski, eine Frau, die in allen Belangen ständig Abstriche machen muss. Ein Film voller Selbstironie, der seine Aktualität auch heute nicht eingebüßt hat.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Helke Sander

      Edda Chiemnyjewski ist 34, geschieden und Mutter einer Tochter. Sie arbeitet als freie Pressefotografin in Westberlin. Von ihrem Verdienst können sie und ihre Tochter kaum leben. Edda wechselt von einem schlecht bezahlten Job zum nächsten, muss oft bis spätabends arbeiten und nebenbei noch den Haushalt schmeißen und sich um die Bedürfnisse ihres Schulkinds kümmern.

      So gut es eben geht, versucht sie, ihr Privatleben zu bewahren und gleichzeitig Erfüllung im Beruf zu finden. Aber das Tagespensum, das sie sich auferlegt hat, ist kaum mehr zu schaffen. Edda will ihre Verpflichtungen reduzieren, sich auf Wichtiges konzentrieren und anderes fallenlassen. Für ein vom Berliner Senat gefördertes neues Projekt soll sie gemeinsam mit anderen Fotografinnen eine Ausstellung vorbereiten, die ein Bild von der Stadt zeichnet. Die Fotos sollen zur Werbung für die Stadt genutzt werden und den Tourismus fördern.

      Doch die Umsetzung gestaltet sich schwierig. Die Frauen liefern mit ihren Fotos ein ganz eigenes, durchaus auch kritisches Bild der Stadt. Damit stoßen sie bald persönlich wie politisch an Grenzen; die Geldgeber sind unzufrieden. Nun müssen die Frauen Wege suchen, um ihre Absichten durchzusetzen, müssen Konflikte angehen. Wie taktieren in der Welt der Männer? Ein Film voller Selbstironie, der von einem geteilten Leben in einer geteilten Stadt erzählt.

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      Montag, 01.03.21
      23:30 - 01:10 Uhr (100 Min.)
      100 Min.
      VPS 23:35

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 28.02.2021