• 15.09.2019
      12:00 Uhr
      Die Abenteurer der modernen Kunst Libertad! (1930-1939) | arte
       

      Mit Archivmaterial und den Mitteln der Fiktion erzählt der Filom die Geschichte der Künstler und Intellektuellen von den Anfängen der modernen Kunst in der bohèmienhaften Idylle des Montmartre bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs.
      Anfang der 1930er Jahre zwingt der aufkommende Faschismus die Künstler dazu, politisch Farbe zu bekennen. Europa ist zerrissen zwischen rechter Ideologie und Kommunismus. Ab 1936 sorgt der Spanische Bürgerkrieg für Zündstoff. 1937 lässt sich Picasso durch das Massaker von Gernika zu seinem berühmten Gemälde inspirieren. Der Bürgerkrieg endet mit dem Sieg Francos, und ein weiterer Krieg steht vor der Tür.

      Sonntag, 15.09.19
      12:00 - 12:50 Uhr (50 Min.)
      50 Min.
      Stereo HD-TV

      Mit Archivmaterial und den Mitteln der Fiktion erzählt der Filom die Geschichte der Künstler und Intellektuellen von den Anfängen der modernen Kunst in der bohèmienhaften Idylle des Montmartre bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs.
      Anfang der 1930er Jahre zwingt der aufkommende Faschismus die Künstler dazu, politisch Farbe zu bekennen. Europa ist zerrissen zwischen rechter Ideologie und Kommunismus. Ab 1936 sorgt der Spanische Bürgerkrieg für Zündstoff. 1937 lässt sich Picasso durch das Massaker von Gernika zu seinem berühmten Gemälde inspirieren. Der Bürgerkrieg endet mit dem Sieg Francos, und ein weiterer Krieg steht vor der Tür.

       

      Die Zwischenkriegszeit steht im Zeichen der kommunistischen Versuchung und des aufkommenden Faschismus. Louis Aragon ist begeistert von Stalin und verrät die Surrealisten 1930 auf dem internationalen Schriftstellerkongress in Charkiw, als er der kommunistischen Partei die Treue schwört. 1935 kommt es auf dem Internationalen Schriftstellerkongress zur Verteidigung der Kultur zum endgültigen Bruch zwischen Breton und Aragon.

      Im Juni 1936 reist André Gide nach Moskau, wo er mit großem Pomp empfangen wird. Angesichts der sowjetischen Realität ist ihm der Prunk eher unangenehm. Kurz nachdem er nach Paris zurückgekehrt ist, trifft er sich mit André Malraux, der gerade aus Spanien eingetroffen ist, das sich im Bürgerkrieg befindet. Malraux hat die Fliegerstaffel "España" aufgebaut und kämpft auf der Seite der Republikaner gegen Franco. Gide möchte den Reisebericht "Retour de l'U.R.S.S." veröffentlichen, der hart mit Moskau ins Gericht geht, doch seine Freunde und Malraux halten den Zeitpunkt für ungünstig. Der Aufstieg des Faschismus erfordere es, die UdSSR als einziges Bollwerk gegen den Nationalsozialismus zu unterstützen. Das Buch erscheint dennoch. Die Sowjets sind außer sich, die Deutschen jubeln.

      Fotografen, Journalisten und Schriftsteller aus der ganzen Welt zieht es nach Spanien. George Orwell, Pablo Neruda und Ernest Hemingway engagieren sich gegen Franco, Fotos von Robert Capa und Gerda Taro erscheinen in internationalen Tageszeitungen. 1937 malt Picasso in Paris das Monumentalbild "Guernica", eine Anklage gegen die Gewalt des Franco-Regimes und den Faschismus. Weihnachten 1938 ist die Republik am Ende. Der Spanische Bürgerkrieg ist Vergangenheit, doch der Zweite Weltkrieg steht bevor.

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