• 04.05.2020
      21:55 Uhr
      Der ungeratene Sohn Spielfilm Frankreich 1980 | arte
       

      Fünf Jahre saß Bruno Calgagni wegen Drogenhandels in den USA in Haft. Jetzt kehrt er nach Paris zurück, wo er bei seinem Vater René unterkommt. Doch das Zusammenleben geht nicht gut; René hält wenig von seinem Sohn. In der Buchhandlung von Adrien Dussart findet Bruno schließlich Arbeit und lernt die ehemals heroinsüchtige Catherine kennen. Zwischen den beiden entspinnen sich zarte Bande. Aber Catherine hat noch immer mit ihrer Abhängigkeit zu kämpfen, und auch für Bruno ist es schwer, ein neues Leben zu beginnen. Claude Sautet zeigt mit "Der ungeratene Sohn" ein eindrückliches Gesellschaftsporträt Frankreichs Ende der 70er Jahre.

      Montag, 04.05.20
      21:55 - 23:40 Uhr (105 Min.)
      105 Min.
      Stereo HD-TV

      Fünf Jahre saß Bruno Calgagni wegen Drogenhandels in den USA in Haft. Jetzt kehrt er nach Paris zurück, wo er bei seinem Vater René unterkommt. Doch das Zusammenleben geht nicht gut; René hält wenig von seinem Sohn. In der Buchhandlung von Adrien Dussart findet Bruno schließlich Arbeit und lernt die ehemals heroinsüchtige Catherine kennen. Zwischen den beiden entspinnen sich zarte Bande. Aber Catherine hat noch immer mit ihrer Abhängigkeit zu kämpfen, und auch für Bruno ist es schwer, ein neues Leben zu beginnen. Claude Sautet zeigt mit "Der ungeratene Sohn" ein eindrückliches Gesellschaftsporträt Frankreichs Ende der 70er Jahre.

       

      Paris, 70er Jahre: Wegen Drogenhandels saß Bruno Calgagni fünf Jahre in den USA im Gefängnis. Nach seiner Freilassung kehrt er nach Frankreich zurück. Unangekündigt steht er bei seinem Vater René vor der Tür, der ihn wenig erfreut begrüßt, ihn aber erst mal bei sich wohnen lässt. Bruno findet Arbeit in der Transportbranche, wo er hart schuften muss. Er will ein neues Leben anfangen, doch da sind die Spannungen mit dem Vater, der nicht viel von ihm hält. Schließlich kommt heraus, dass René seinem Sohn die Schuld für den Tod der Mutter gibt, die sich mit einer Überdosis Schlaftabletten umgebracht hat, als Bruno in Haft war. Bruno verlässt Hals über Kopf die Wohnung und kommt vorerst bei einem Kollegen unter.
      Beim Gesundheitsamt erzählt man ihm von Adrien Dussart, einem verträumten und liebenswerten Kunstliebhaber, der noch einen Angestellten für seine Buchhandlung sucht. Bruno lernt dort Catherine kennen. Auch ihr gibt Monsieur Dussart eine Chance, denn Catherine kommt gerade erst aus der Entzugsklinik. Bruno fühlt sich sofort hingezogen zu der sanften Frau. Als er ihr seine Liebe gesteht, beginnen die beiden eine Beziehung. Doch kann die zarte Verbindung den Umständen trotzen? Catherine scheint den Kampf gegen die Drogen noch nicht gewonnen zu haben, und auch Brunos Vergangenheit belastet ihn. Claude Sautet glückte mit "Der ungeratene Sohn" ein leiser, differenzierter Film über Familienverhältnisse, Arbeitslosigkeit, Beziehungen und Drogen.

      Immer wieder ist in Claude Sautets Filmen der Auslöser der Handlung eine Krise, die zeigt, wie verletzlich und menschlich seine Figuren sind. Die gefangen sind in einem Netz aus gegenseitigen Abhängigkeiten und sozialen Konflikten - ein Leitmotiv bei Sautet. So auch in "Der ungeratene Sohn", der 1981 einen César in der Kategorie Bester Nebendarsteller erhielt und in den Kategorien Bester Hauptdarsteller, Beste Regie, Bestes Szenenbild, Bester Ton und Beste Nebendarstellerin nominiert wurde. Sautet, dessen letzter Film "Nelly & Monsieur Arnaud" (1995) noch in die deutschen Kinos fand, starb im Jahr 2000.

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      Montag, 04.05.20
      21:55 - 23:40 Uhr (105 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 05.04.2020