• 19.01.2020
      11:05 Uhr
      Der Traum vom Gesamtkunstwerk (2/2) (2): Gegenwartskunst und Oper | arte
       

      Begegnungen zwischen bildender Kunst und Oper im 20. und 21. Jahrhundert: In Anlehnung an das Wagner'sche Gesamtkunstwerk macht die zweiteilige Dokumentation deutlich, wie bildende Kunst und Oper sich gegenseitig genährt und bisweilen auch radikal beeinflusst haben. ARTE zeigt den Zweiteiler anlässlich der Ausstellung "Die Oper als Welt - Die Suche nach einem Gesamtkunstwerk", die noch bis 27. Januar 2020 im Centre Pompidou Metz zu sehen ist.
      Ab 1933 bestimmen die Nationalsozialisten, welche Künstler Opern ausstatten dürfen. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstehen neue Opernhäuser. In Gelsenkirchen baut Werner Ruhnau das ...

      Sonntag, 19.01.20
      11:05 - 11:35 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Begegnungen zwischen bildender Kunst und Oper im 20. und 21. Jahrhundert: In Anlehnung an das Wagner'sche Gesamtkunstwerk macht die zweiteilige Dokumentation deutlich, wie bildende Kunst und Oper sich gegenseitig genährt und bisweilen auch radikal beeinflusst haben. ARTE zeigt den Zweiteiler anlässlich der Ausstellung "Die Oper als Welt - Die Suche nach einem Gesamtkunstwerk", die noch bis 27. Januar 2020 im Centre Pompidou Metz zu sehen ist.
      Ab 1933 bestimmen die Nationalsozialisten, welche Künstler Opern ausstatten dürfen. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstehen neue Opernhäuser. In Gelsenkirchen baut Werner Ruhnau das ...

       

      Stab und Besetzung

      Regie Axel Fuhrmann

      Nach der Machtergreifung 1933 bestimmen die Nationalsozialisten, welche Künstler Opern ausstatten dürfen. Reichsbühnenbildner Benno von Arent soll jetzt für NS-gemäße Bühnenbilder sorgen. Im Auftrag des Propagandaministeriums überwacht er die Theater des Reichs. Mit einer Ausnahme: Bayreuth. Hier ist Adolf Hitler persönlich künstlerischer Berater von Festspielchefin Winifred Wagner. In Bayreuth wird noch immer der "Parsifal" gespielt, den Wagner selbst einst aus der Taufe hob. 1934 sorgt Hitler persönlich dafür, dass Alfred Roller, ein Künstler der Wiener Moderne, den Auftrag bekommt, das neue "Parsifal"-Bühnenbild zu entwerfen.
      Als der Krieg vorbei ist, kann sich die Kunst wieder frei entfalten und in den 50er Jahren entstehen neue Opernhäuser. Bildende Künstler und Architekten arbeiten gemeinsam daran, Wagners Traum vom Gesamtkunstwerk Wirklichkeit werden zu lassen. In Gelsenkirchen baut Werner Ruhnau das Musiktheater im Revier, an dem gleich drei international renommierte Künstler mitwirken: Robert Adams, Jean Tinguely und Yves Klein. Die Wandreliefs im Foyer sind bis heute Kleins größte Arbeiten.
      Die Dokumentation erzählt davon, wie sich die Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg auf den Opernbühnen neu ausrichtet. Der Film spannt den Bogen von der Minimal Art der 60er Jahre über die avantgardistischen Raumvisionen des italienischen Stararchitekten Renzo Piano und die Lichtskulpturen James Turrells bis hin zu den polarisierenden Wagner-Inszenierungen von Christoph Schlingensief am Anfang des 21. Jahrhunderts.

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      Sonntag, 19.01.20
      11:05 - 11:35 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 07.12.2019