• 22.09.2019
      01:35 Uhr
      Der Staat gegen Mandela und andere Dokumentation Frankreich 2018 | arte
       

      Im Sommer 1963 wurden in Rivonia, einem Vorort von Johannesburg, mehrere Männer verhaftet. Sie gehörten zur oberen Führung des von Nelson Mandela geleiteten bewaffneten Flügels der südafrikanischen Befreiungsbewegung African National Congress (ANC). Mandela war bereits seit 1962 im Gefängnis inhaftiert. Als der Rivonia-Prozess eröffnet wurde, saß er mit 15 weiteren Angeklagten auf der Anklagebank. Ihm und seinen Mitstreitern drohte die Todesstrafe. Der Film lässt den Gerichtsprozess und Mandelas Kampf für Gerechtigkeit anhand von Tonträgeraufnahmen und Zeitzeugen-Interviews mit einigen der ehemaligen Angeklagten lebendig werden.

      Nacht von Samstag auf Sonntag, 22.09.19
      01:35 - 02:30 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo HD-TV

      Im Sommer 1963 wurden in Rivonia, einem Vorort von Johannesburg, mehrere Männer verhaftet. Sie gehörten zur oberen Führung des von Nelson Mandela geleiteten bewaffneten Flügels der südafrikanischen Befreiungsbewegung African National Congress (ANC). Mandela war bereits seit 1962 im Gefängnis inhaftiert. Als der Rivonia-Prozess eröffnet wurde, saß er mit 15 weiteren Angeklagten auf der Anklagebank. Ihm und seinen Mitstreitern drohte die Todesstrafe. Der Film lässt den Gerichtsprozess und Mandelas Kampf für Gerechtigkeit anhand von Tonträgeraufnahmen und Zeitzeugen-Interviews mit einigen der ehemaligen Angeklagten lebendig werden.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Nicolas Champeaux
      Gilles Porte

      Im Sommer 1963 wurden auf einer Farm in Rivonia nahe Johannesburg mehrere Männer verhaftet: Darunter Walter Sisulu, Govan Mbeki, Raymond Mhlaba, Ahmed Kathrada, Denis Goldberg und Lionel Bernstein. Sie gehörten zur oberen Führung des von Nelson Mandela geleiteten bewaffneten Flügels der Befreiungsbewegung African National Congress (ANC). Mandela saß bereits seit 1962 im Gefängnis, und bald gingen der Polizei noch weitere Aktivisten wie Elias Motsoaledi und Andrew Mlangeni ins Netz.

      Im Herbst 1963 begann im Justizpalast von Pretoria der Rivonia-Prozess. Er wurde zum bedeutendsten politischen, auch international stark beachteten Gerichtsverfahren in der Geschichte Südafrikas. Die Anklagepunkte: Sabotage und Verschwörung zum bewaffneten Umsturz der Regierung. Alle Angeklagten, denen die Todesstrafe drohte, plädierten auf „nicht schuldig“. Am 11. Juni 1964 wurden Mandela und sechs weitere hohe ANC-Funktionäre sowie Denis Goldberg, ein junger Ingenieur für Waffenbau, schuldig gesprochen und zu lebenslanger Haft verurteilt.

      Einziges Zeugnis des Prozesses, von dem keine Fotos oder Filmaufnahmen erhalten sind, sind analoge Tonträgeraufzeichnungen, die damals mit Dictabelts gemacht wurden. Als der Journalist Nicolas Champeaux erfuhr, dass diese Aufzeichnungen vom französischen Rundfunk- und Fernseharchiv INA in Kooperation mit dem südafrikanischen Staat digitalisiert werden sollten, kam ihm die Idee, anhand dieses Materials den Rivonia-Prozess nachzuerzählen.

      Gemeinsam mit Koregisseur Gilles Porte beschloss er, die Tonaufnahmen mit gezeichneten Animationen verbinden. Außerdem sprachen die Filmemacher in Südafrika mit den letzten Zeitzeugen, unter anderem mit drei der ehemaligen Angeklagten: Andrew Mlangeni, Ahmed Kathrada und Denis Goldberg. Durch die Verbindung aus Tonarchiven, Animationen und Interviews bringt die Dokumentation dem Zuschauer Mandelas Kampf gegen die Apartheid noch einmal lebendig nahe.

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